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Legende: Audio Lightwing-Geschäftsführer Marco Trüssel über die Zukunft seiner Firma abspielen. Laufzeit 05:06 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 03.07.2019.
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Trotz Flugzeugabsturz Die Flieger des Nidwaldner Flugzeugbauers Lightwing heben ab

Die noch junge Firma aus Stans stellt erfolgreich Leichtflugzeuge her, trotz eines Flugzeugunfalls vor zwei Wochen.

In der Schweiz gibt es nur gerade zwei Flugzeughersteller, die vom Bund die Erlaubnis haben, offiziell Flugzeuge herzustellen und zu verkaufen. Beide sind in Stans im Kanton Nidwalden zu Hause, die weltbekannten Pilatus Flugzeugwerke und die noch relativ junge Firma Lightwing AG.

In die Schlagzeilen gelang Lightwing wegen eines Flugunfalles vor knapp zwei Wochen in Deutschland. Ein Flugzeug des Typs AC4 musste in einem Waldstück notlanden. Die beiden Insassen kamen mit Knochenbrüchen davon. Die Firma wurde vor 19 Jahren in Stans gegründet. Sie stellt ultraleichte Sportflugzeuge her, die vor allem für Flugausbildungen aber auch für Privatpiloten geeignet sind.

Ein kleines blauweisses Leichtflugzeug in einer Montagehalle.
Legende: Eine solche AC4 musste im deutschen Offenbach notlanden. Anna Hug/SRF

Der Unfall habe keine Auswirkungen auf die internen Prozesse, sagt Geschäftsführer Marco Trüssel. Man gehe bis jetzt davon aus, dass der Motor Schuld am Unfall sei und dieser stammt nicht von der Firma Lightwing. Wegen der Zertifizierung könne man sowieso jedes kleinste Teil und jeden Handgriff des Baus nachvollziehen; das genaustens zu dokumentieren sei Vorschrift. Deshalb wisse man, dass beim Bau nichts schief gelaufen ist, meint Trüssel.

Ein Mann mit weissem T-Shirt arbeitet in einer Werkstatt an grossen weissen Flugzeugteilen.
Legende: Ein Mitarbeiter baut einen Flügel zusammen und bezieht ihn mit einer Kunststoffplane. Anna Hug/SRF

Die Firma Lightwing hat die Zertifizierung für den Bau und den Verkauf von Flugzeugen seit acht Jahren. Bis jetzt ist das Unternehmen noch nicht rentabel. Die vier Aktionäre haben die nötigen Millionen aus dem eigenen Sack bezahlt.

«Wir sind schon ein Stück weit Träumer. Mit so einer Firma wird man nie Millionen verdienen. Wir machen das aber auch nicht wegen des Geldes, sondern weil wir Freude an der Fliegerei und an den Fliegern selbst haben und dem Fliegerkanton Nidwalden etwas zurückgeben wollen», sagt Trüssel weiter.

Motor und Fahrgestell eines Kleinzflugzeuges, das in einer Werkhalle zusammen gebaut wird.
Legende: In zwei bis drei Monaten soll daraus ein fixfertiger Ultraleicht-Flieger werden. Anna Hug/SRF

Damit die Firma rentabel wird und den Betrieb mit sieben Mitarbeitern finanzieren kann, muss sie pro Jahr zehn Flieger verkaufen können. Für dieses Jahr seien bereits 5 Flugzeuge für den Stückpreis von 160'000 Franken bestellt. Man rechne damit in 3 bis 4 Jahren in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Die Firma befindet sich auf dem Areal der Pilatus Flugzeugwerke und der Ruag. Jedes Unternehmen sei in einem anderen Sektor tätig, deshalb stehe man nicht in Konkurrenz mit den grossen Firmen. Lightwing spezialisiere sich auf Ultraleicht-Flugzeuge, welche besonders ökologisch seien und nur halb so viel Treibstoff- und Lärmemissionen verursachen, wie andere Kleinflugzeuge.

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