Baarer Ferienanbieter Trotz Krise: Hapimag glaubt an Zukunft

Mitgliederschwund und rote Zahlen: Die Hapimag AG steckt in der Krise. An der Generalversammlung in Baar äusserten einige Aktionäre harsche Kritik an der Geschäftsführung. Doch die Mehrheit stellte sich hinter die Führung.

Eine von 60 Anlagen: Das Hapimag-Feriendorf in Kärnten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine von 60 Anlagen: Das Hapimag-Feriendorf in Kärnten. Keystone

Fast 130'000 Mitglieder zählt die Hapimag. Sie können aus 60 Ferienanlagen auswählen - an vielen Stränden und in den grossen Städten in Europa, aber auch in den USA und Nordafrika. Wer eine Aktie besitzt, hat Anrecht auf eine bestimmte Aufenthaltsdauer in den Ferien-Anlagen, und kann sie zu Vorzugspreisen buchen.
Die Anlagen selber stehen bei den Aktionären kaum in der Kritik, anderes aber schon.

An der Generalversammlung am Dienstag gab es etwa Vorwürfe, die Firma habe Resorts zu günstig verkauft. Auch das System der Aktien wurde kritisiert, es sei zu starr, die Aktien seien kaum mehr etwas Wert. Ein Aktionär betonte: «Ich rede hier Klartext: Die Hapimag ist ein Sanierungsfall».

Hapimag setzt auf bessere Präsenz im Internet

Zu einem Aufstand der Aktionäre aber kam es nicht. Alle Anträge wurden angenommen. Die Hapimag-Führung ihrerseits räumte gewisse Mängel ein und versprach Veränderungen. Sie setzt vor allem auf Verjüngung. CEO Hassan Kadbi, der erst seit wenigen Monaten im Amt ist, ist 38-jährig. Er will auf eine bessere Vermarktung im Online-Bereich setzen. Dazu beitragen soll auch Philipp Ries, der neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde: Er ist als Manager bei Google tätig.

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