Umfahrung soll Altdorf vom Durchgangsverkehr entlasten

Im Urner Hauptort Altdorf sowie in den Dörfern Bürglen und Schattdorf soll es weniger Verkehr geben. Der Regierungsrat will nun das Gesamtverkehrskonzept Unteres Reusstal verabschieden. Kernelement ist die neue West-Ost-Verbindungsstrasse.

Dorfzentrum von Altdorf mit durchfahrenden Autos Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bereits vor 50 Jahren wurde eine Umfahrung von Altdorf diskutiert. SRF

«Mit der neuen West-Ost-Verbindungsstrasse WOV lässt sich der tägliche Verkehr in den Dorfzentren und Wohngebieten um die Hälfte reduzieren», sagte Baudirektor Markus Züst an einer Informationsveranstaltung in Altdorf.

Die neue Strasse führt südlich von Altdorf quer über den Talboden bis zur Autobahn A2. Gleichzeitig zum kantonalen Projekt WOV plant der Bund einen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd.

Damit die Verkehrsentlastung auch funktioniere, seien flankierende Massnahmen vorgesehen. «Ab 2021 wird das Dorfzentrum von Altdorf rund um das Telldenkmal zur Begegnungszone», sagte Baudirektor Markus Züst.

Die ursprüngliche Idee einer Fussgängerzone habe man verworfen, weil befürchtet wurde, das Zentrum würde gar nicht mehr erreicht. «Wir können mit dem Kompromiss Begegnungszone leben und sind mit im Boot», sagte Gewerbepräsident Marco Hauger an der Infoveranstaltung am Montagabend in Altdorf.

Volk entscheidet im März

Der Urner Regierungsrat will am Dienstag den Grundsatzentscheid zur neuen WOV-Strasse fällen. Das Projekt kostet 19,8 Millionen Franken. Die Vorlage wird im November vor den Landrat kommen. Das Urner Stimmvolk entscheidet im März.

Die neue Umfahrungsstrasse, der Autobahnanschluss und die flankierenden Massnahmen sollen gemäss Plan bis 2021 realisiert sein.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 06:32 Uhr)