Nidwaldner Kantonalbank Umgang mit Negativzinsen gelernt

Die Nidwaldner Kantonalbank hat im Geschäftsjahr 2016 zwar deutlich mehr Kredite vergeben können. Unter dem Strich weist sie aber einen leicht tieferen Gewinn aus - wegen Umstrukturierungen, erklärt der Bankchef. Man habe sich im schwierigen Umfeld mit Negativzinsen gut zurecht gefunden.

Hauptsitz der Nidwaldner Kantonalbank. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Nidwaldner Kantonalbank ist mit dem Jahr 2016 grundsätzlich zufrieden. Keystone

Die Nidwaldner Kantonalbank hat 2016 einen leicht tieferen Gewinn erwirtschaftet als vor einem Jahr. Er ging um 0,4% auf 15,6 Millionen Franken zurück. Davon würden 9,2 Millionen Franken Dividende an den Kanton Nidwalden ausgeschüttet, teilte die Bank am Donnerstag mit. Zusätzlich erhalte der Kanton eine Million Franken als Abgeltung für die Staatsgarantie.

Sie hätten sich im schwierigen Umfeld mit Negativzinsen gut zurecht gefunden, bilanziert Heinrich Leuthard, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Nidwaldner Kantonalbank.

Mehr Kredite vergeben

Die Bank konnte im vergangenen Jahr mehr Hypothekar- und kommerzielle Kredite vergeben. Die Ausleihungen an Kunden stiegen um 4,2% auf 3, 6 Milliarden Franken. Insgesamt beträgt der Bestand an Kundengeldern 3,1 Milliarden.

Die Bilanzsumme stieg um 3,8% auf 4,4 Milliarden Franken. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 3,2% auf 47,7 Millionen. Jener aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um 3,8% auf 7,3 Millionen zu.

Für 2017 rechnet die Nidwaldner Kantonalbank tendenziell mit einem rückläufigen Geschäftsergebnis.