Uri hofft weiter auf Nationales Schneesportzentrum

Der Bundesrat legt die Planung für ein Nationales Schneesportzentrum bis ins Jahr 2023 auf Eis. Grund sind die knappen Bundesfinanzen. Im Kanton Uri macht man sich nun Hoffnungen, dass Andermatt als Standort doch noch das Rennen machen könnte.

Andermatt im Winter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Urner Regierung hofft weiterhin, dass Andermatt als Standort des Schneesportzentrums das Rennen macht. Keystone

Die Enttäuschung war gross im Kanton Uri als die Lenzerheide das Rennen machte um den Standort für ein Nationales Schneesportzentrum. Der Standort Andermatt war damals auf dem zweiten Platz gelandet.

Nachdem der Bund nun die Planung für ein solches Zentrum – in welchem Schulen und Verbände Lager durchführen können – gestoppt hat, zeigt sich die Urner Regierung zuversichtlich. Ab 2023 werde sicher weiter verhandelt.

«Wir gehen davon aus, dass unser eingereichtes Dossier nach wie vor eine gute Ausgangslage liefert», sagt der Urner Bildungsdirektor Beat Jörg gegenüber Radio SRF. Vielleicht habe man in ein paar Jahren noch bessere Voraussetzungen im Urserental, wenn man wisse, wann sich die Armee genau aus dem Sportstützpunkt Andermatt zurückziehe.

Obwalden fordert Verzicht auf Schneesportzentrum

Beworben hatte sich ursprünglich auch der Kanton Obwalden mit dem Standort Engelberg. Die Bewerbung kam damals auf den dritten Platz. Die Obwaldner Regierung hielt dann nicht mehr am Dossier fest.

Sie schlug dem Bund sogar vor, ganz auf ein Nationales Schneesportzentrum zu verzichten. Der Bund solle besser das Geld in einen Verein investieren, der Kinder und Jugendliche wieder vermehrt für den Schneesport motiviert. Oder er solle die bestehenden Sportmittelschulen in Engelberg, Davos und Brig unterstützen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 06:32 Uhr