Urner Wolf ist tot

Der Wolf, der in den vergangenen zwei Monaten auf den Urner Alpen rund 50 Schafe riss, wurde in der Nacht auf Donnerstag von Jägern erlegt. Die Sicherheitsdirektion hatte ihn zum Abschuss freigegeben.

Wolf in einer Fotofalle im Kanton Uri Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Wolf tappte schon im April in eine Fotofalle. ZVG Sicherheitsdirektion Kanton Uri

Im Gebiet Surenen/Blackenalp in der Gemeinde Attinghausen konnte der zum Abschuss freigegebene Wolf von den beauftragten Jägern erlegt werden. Es handelt sich um ein männliches Tier. Der Wolf wurde zur genauen Untersuchung an das Institut für Tierpathologie der Universität Bern gebracht.

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Wallis erweitert Abschusszone

Der Kanton Wallis hatte im Juni einen Wolf in der Augstbordregion zum Abschuss freigegeben. Nun hat der Staatsrat das Gebiet erweitert, in dem der Wolf geschossen werden darf. Dies sei nötig, um weitere Schäden zu verhindern, schreibt er. Der zum Abschuss freigegebene Wolf hat zwischen April und Juli 55 Schafe und Ziegen gerissen.

Am 14. Juli 2016 hatte die Sicherheitsdirektion Uri die Abschussverfügung erlassen, nachdem die Schadensschwelle erreicht worden war. Die Abschussbewilligung galt von Mitte Juli an für 60 Tage. Den Wolf abschiessen durften nur zehn kantonale Wildhüter sowie gegen 20 bis 30 Jäger, die vom Kanton dafür bestimmt wurden.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass im Kanton Uri ein zweiter Wolf unterwegs sein muss. Am Dienstag war hinter Bristen im Maderanertal ein gerissenes Schaf entdeckt worden. Das Maderanertal liegt im Osten Uris nahe der Grenze zu Graubünden. Da es gleichzeitig auch westlich der Reuss Risse gegeben hatte, gehen die Behörden von zwei verschiedenen Wölfen aus.