Verkehrskonzept zu LuzernSüd spaltet Einwohnerrat Kriens

Die Fronten im Einwohnerrat Kriens waren verhärtet, als er am Donnerstag das Verkehrskonzept für «LuzernSüd» diskutierte. Im Gebiet zwischen Eichhof und Mattenhof - zwischen Luzern, Horw und Kriens - soll es neue Wohnungen und Arbeitsplätze geben, jedoch keine neuen Strassen.

Seit sechs Jahren läuft die Planung, wie sich das Gebiet LuzernSüd entwickeln soll. Es gibt neue Wohnungen, Büros, Gewerbe und Hotels sowie eine neue Saalsporthalle für rund 4000 Besucher. Das Verkehrskonzept sieht vor, den öffentlichen Verkehr, Velofahrwege und Fussgänger prioritär zu behandeln. Ausserdem: Je besser ein Gebiet durch Bus und/oder Bahn erschlossen ist, umso weniger private Parkplätze werden erlaubt.

Lobende Worte von Mitte- und Linksparteien

Mit Luzern, Kriens und Horw sind drei Gemeinden davon betroffen, als erstes Parlament diskutierte am Donnerstag der Einwohnerrat Kriens das Verkehrskonzept - und war sich nicht einig. CVP, GLP, Grüne und SP fanden lobende Worte für das «zukunftsgerichtete Projekt». SP-Vertreter Raphael Spörri sagte, «mit der Argumentation, dass der Verkehr zunimmt und wir darum neue Strassen brauchen, hören wir nie mehr mit dem Bauen auf».

Diskriminierend, meint die SVP

Laut der FDP soll ein parzieller Ausbau der Strassen wenigstens geprüft werden, das vorliegende Konzept sei ein «Experiment mit unsicherem Ausgang». Kein gutes Haar liess die SVP am vorliegenden Verkehrskonzept. Man versuche mit allen Mitteln, den Autoverkehr zu unterdrücken, das sei diskriminierend. «Zwang ist der falsche Weg», sagte Martin Heiz, «wir lassen uns nicht vorschreiben, wie wir uns zu bewegen haben».