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Feierlaune, aber auch Kritik an der aktuellen ÖV-Situation im Rontal
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 09.12.2019.
abspielen. Laufzeit 03:42 Minuten.
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Verlängerung bis zur «Mall» Längste Luzerner Trolleybuslinie eingeweiht

  • Am Montag ist in Luzern die verlängerte Buslinie 1 mit einer symbolischen Eröffnungsfahrt eingeweiht worden.
  • Die Linie wird ab dem 15. Dezember von Kriens-Obernau via Bahnhof Luzern bis nach Ebikon Fildern (Mall of Switzerland) führen.
  • Mit einer Gesamtlänge von neu über 12 Kilometern ist die Linie 1 die längste – und am stärksten frequentierte – Trolleybusiinie des ganzen Kantons.
  • Durch die Verlängerung der Linie ist nun das Einkaufszentrum Mall of Switzerland besser an den ÖV angebunden. Gleichzeitig hat dieses aber seine Parkplatzpreise halbiert.

Das Luzerner Rontal und dessen Umgebung sind ein bedeutender Entwicklungsschwerpunkt und eine wichtige Verbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Luzern und Zürich. Schon heute sind jedoch zahlreiche Strassenabschnitte in der Region stark belastet. Staus und Verspätungen im Busverkehr sind die Folge. «Wir stehen vor einer grossen Herausforderung», sagte der Luzerner Regierungsrat und Baudirektor Fabian Peter am Montag in seiner Ansprache zur Einweihung der verlängerten Linie 1.

«Die Mobilität nimmt in den kommenden Jahren weiter zu, der Platz bleibt jedoch begrenzt. Mit der Verlängerung der Linie 1 entsteht nun eine direkte und leistungsfähige Verbindung vom Bahnhof Luzern bis zur Mall of Switzerland, die ihren Teil dazu beitragen wird, dass der Verkehr in Zukunft verträglicher abgewickelt werden kann.»

Wir wollen die Kundschaft nicht bevormunden.
Autor: Peter TrinerCenterleiter Mall of Switzerland

Mit der Verlängerung der Linie 1 reagiert der Verkehrsverbund Luzern (VVL) auf die steigende Zahl von Fahrgästen in dem Gebiet, das auch «Luzern Ost» genannt wird. «Mit dem Einsatz von Doppelgelenk-Trolleybussen erhöht sich die Kapazität und der Komfort», sagt Pascal Süess, Geschäftsführer des VVL.

Die Linie 1 fährt von Montag bis Sonntag tagsüber alle 7.5 Minuten und am Abend im 15-Minuten-Takt. Mit dem neuen ÖV-Angebot in Luzern Ost werden die fünf Buslinien 22, 23, 26, 30 und 111 am Bahnhof Ebikon mit der S-Bahn nach Luzern, Sursee und Zug verknüpft. Damit gibt es neue Reisemöglichkeiten mit Bahn und Bus.

Längste Trolleybus-Linie des Kantons

Für den Bau der Trolleybus-Infrastruktur hat der Kanton Luzern die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) beauftragt. Mit einer Gesamtlänge von neu über 12 Kilometern ist die Linie 1 von Kriens-Obernau nach Ebikon Fildern die längste Trolleybuslinie und die am stärksten frequentierte ÖV-Linie des ganzen Kantons.

«Es ehrt uns, dass wir dieses Projekt im Auftrag des Kantons haben umsetzen dürfen. Die Verlängerung der Linie 1 auf einer Länge von 4.7 Kilometern war für uns eine grosse Herausforderung, die wir aber gerne wahrgenommen haben», sagte VBL-Direktor Norbert Schmassmann bei der Eröffnung.

Mall hat Parkplatzpreise halbiert

Nun wird die Mall of Switzerland, das zweitgrösste Einkaufszentrum der Schweiz, also besser mit dem ÖV erschlossen. Auffallend: Vor wenigen Wochen hat das Zentrum die Tarife für sein Parkhaus gesenkt – noch zwei Franken für die ersten drei Stunden; bisher waren es vier Franken. Die nächste Stunde im Parkhaus kostet einen weiteren Franken, davor waren es zwei.

Dabei hat sich die Mall auf die Fahne geschrieben, besonders attraktiv zu sein für Einkäufe zu Fuss, mit dem Velo oder dem ÖV. Tatsächlich reist, laut Angaben von Centerleiter Peter Triner, die Hälfte der Kundschaft ohne eigenes Auto an. Doch stehen die tieferen Parktarife nicht im Widerspruch zur nun besseren ÖV-Anbindung? Centerleiter Peter Triner sagt: «Wir wollen die Kundschaft nicht bevormunden, mit welchem Verkehrsmittel sie anzureisen hat. Wir wollen lediglich für alle ein attraktives Angebot machen können.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Paul Graber  (PG)
    Ein Einkaufszentrum ausserhalb des Stadtzentrums kann nicht existieren wenn die Leute mit dem ÖV oder dem Postiwägeli kommen. Der Familienkombi ist gefragt - es soll gekauft werden was das Zeug hält und dazu eignet sich das grosse Auto. Einfach mal realistisch bleiben. Die Anbindung ans ÖV (welches der Steuerzahler berappen darf) dient doch nur dem PR und dem guten Ruf.
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