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Verzicht auf Stellvertretungen Luzerner Kantonsrat hat kein Verständnis für Emmer Sparmassnahme

Wegen Geldknappheit hat die Gemeinde bei Lehrerausfällen auf der Sekundarstufe nicht immer Stellvertretungen eingesetzt.

Die Kantonsräte Urban Sager (SP) und Monique Frey (Grüne) verlangten Auskunft vom Regierungsrat zu dieser Sparmassnahme. Die Regierung erklärte, es müsse grundsätzlich immer eine Stellvertretung eingesetzt werden.

Keine Fraktion im Parlament unterstützte die Emmer Sparmassnahme. Gaudenz Zemp (FDP) sagte, er habe kein Verständnis für diese Vorgänge. Priska Wismer (CVP) doppelte nach, das sei der falsche Weg zum Sparen. Ralph Hess (GLP) meinte, Emmen müsse seine Pflichten auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen erfüllen.

Finanzpolitik am Pranger

Für Sager und Frey liegen die Gründe für das Emmer Fehlverhalten in der Finanzpolitik des Kantons Luzern. Im Wahn nach tiefen Steuern werde sogar das Grundrecht auf Bildung in Frage gestellt. Das zeige, wie stark die Zitrone ausgepresst sei.

Bildungsdirektor Reto Wyss entgegnete, dass sein Departement keine Polizei sei. Es unterstütze und kontrolliere die Schulleitungen. Es seien keine weiteren Fälle bekannt, dass eine Gemeinde systematisch auf Stellvertretungen verzichte.

Drei Kantonsräte, die gleichzeitig Mitglieder des Gemeinderates Emmen sind, waren im Rat zwar anwesend, wollten sich zum Sachverhalt aber nicht äussern.

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