Viel kürzere Sperrung beim Umbau des Seetalplatzes

Bei der Sanierung des Seetalplatzes in Emmenbrücke wird die umstrittene Sperrung der Reusseggstrasse von 20 auf neun Monate gekürzt. Das erschwert die Bauarbeiten, führt zu Mehrkosten und zusätzlichen Arbeitseinsätzen in der Nacht und am Wochenende.

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Bildlegende: Knackpunkt der Sanierung des Seetalplatzes ist die Reusseggstrasse (linker Hand unter der Bahnlinie durch verlaufend). zvg

Der Verkehrsknoten Seetalplatz wird bis 2018 komplett umgebaut. Es entsteht eine neue Verkehrsführung, und der Hochwasserschutz wird verbessert. Das Projekt, dem die Stimmberechtigten im Jahr 2012 zugestimmt haben, kostet 190 Millionen Franken. Vorgesehen war, für die Bauarbeiten die Reusseggstrasse, die vom Seetalplatz Richtung Autobahn führt, während 20 Monaten zu sperren.

Neue Lösung nach Reklamationen

Die Gemeinde Emmen und das lokale Gewerbe protestierten aber gegen die lange Sperrung der wichtigen Strasse. Daraufhin überarbeitete die kantonale Dienststelle Verkehr und Infrastruktur die Pläne. Am Dienstag hiess es nun, neu müsse die Reusseggstrasse nur vom 3. März bis zum 28. November 2014 gesperrt werden.

Taktgeber für die Sperrung sei die Unterführung der Reusseggstrasse unter der Bahnlinie Emmenbrücke-Luzern. Diese Unterführung werde verbreitert und müsse neu gebaut werden. Laut den Verantwortlichen gilt es dabei, auf den Bahnverkehr Rücksicht zu nehmen. Nicht weniger als 300 Züge würden die Linie täglich befahren.

Grosser Aufwand für kürzere Bauzeit

Damit die Unterführung neu gebaut werden kann, müssen sechs temporäre Bahnbrücken erstellt werden. Zudem liegt die Unterführung unter dem Grundwasserspiegel, was eine weitere Herausforderung darstellt.

Ausserdem seien während der neunmonatigen Bauzeit verlängerte Arbeitszeiten, Samstags- und eventuell auch Nacht- und Sonntagsarbeit nötig, hielt der Kanton bei der Präsentation der neuen Lösung zudem fest. Dies alles verursache Mehrkosten von 1,5 Millionen Franken.