Die Zuger Stadtratssitze sind heftig umkämpft

Beim Wahlkampf um die fünf Sitze im Zuger Stadtrat unterstützt das bürgerliche Komitee «BS14» alle fünf Kandidaten der CVP, FDP und SVP. Auf linker Seite sorgt dies für Empörung und hat eine private Gegenreaktion ausgelöst.

Der Wahlkampf tobt in der Stadt Zug heftiger als auf der kantonalen Ebene. Das überparteiliche Komitee «BS14 - Bürgerlicher Stadtrat 2014» sorgt für Diskussionen. Das Komitee unterstützt auf Plakaten alle fünf bürgerlichen Stadtratskandidaten der CVP, FDP und SVP und schlägt diese zur Wahl vor. Der Ärger beim politischen Gegner auf der linken Seite ist gross.

«Dieser totalitäre Anspruch finden nicht nur Linke daneben», sagt Kantonsrat Martin Stuber (Alternative - die Grünen). Deshalb hat er privat zusammen mit dem abtretenden Stadtrat Andreas Bossard (CSP) Plakate und Flyer finanziert, um Gegensteuer zu geben.

«Gewerbe und Wirtschaft mehr fördern»

Stadtratskandidat Stefan Moos (FDP) distanziert sich von der Idee einer rein bürgerlichen Stadtregierung in Zug. Das Ziel sei «eine Mehrheit» im Stadtrat.

Die Stadt Zug in einer Luftaufnahme mit See und Bergen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Stadt Zug wird am 5. Oktober eine neue Stadtregierung und ein neues Parlament gewählt. Keystone

Dieser würde «Gewerbe und Wirtschaft stärker gewichten», sagt Stadtrat Karl Kobelt (FDP). Aktuell sitzen im fünfköpfigen Stadtrat in Zug zwei CSP, ein SP, ein FDP und ein SVP-Vertreter. Die CVP verlor vor vier Jahren ihren Sitz an die Linke.

Die Wahlen für den Zuger Stadtrat und das Gemeindeparlament sind am 5. Oktober 2014.