Wahlkampf auf Twitter und Facebook? Fehlanzeige

Bei den letzten eidgenössischen Wahlen 2011 war der Kurzmitteilungsdienst Twitter in Mode wie kaum eine andere Plattform. Doch von der Euphorie ist wenig geblieben. Auch auf Facebook.

Ausschnitt aus einem Bildschirm eines Smartphones Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zwitschern und «liken» hat bei Zentralschweizer National- und Ständeräten keinen hohen Stellenwert. Keystone

Von den amtierenden National- und Ständeräten der Zentralschweizer Kantone sind nur gerade gut eine Hand voll auf Twitter. Und noch weniger sind regelmässig aktiv. Gründe dafür gibt es verschiedene: Einerseits schränken die 140 Zeichen pro Nachricht die Möglichkeiten ein. Andererseits ist ein reger Austausch mit den Followern (Abonnenten) zeitintensiv.

Doch: Beispielsweise Ida Glanzmann (CVP, Luzern), Yvette Estermann (SVP, Luzern), Roland Fischer (GLP, Luzern) und Alois Gmür (CVP, Schwyz) bringen es je auf mehrere hundert Follower.

Auch die Schwyzer FDP-Frau Petra Gössi zählt gut 130 Abonnentinnen und Abonnenten. Obwohl sie seit ihrem «Comeback» auf dem Kurzmitteilungsdienst erst eine Nachricht abgesetzt hat:

Was auffällt: Zwar sind die einzelnen Politikerinnen und Politiker nicht sehr aktiv auf Twitter, dafür umso mehr ihre Parteien. Sie streuen ihre politischen Themen und werben für ihre Anliegen. Zum Beispiel die Luzerner CVP:

Doch von Internet-Wahlkampf ist Mitte Februar aus Zentralschweizer Sicht nichts zu spüren. Auch auf Facebook sind Politiker-Profile Mangelware. Obwohl die Plattform mehr Spielraum lässt als Twitter.

Youtube in allen vier Jahreszeiten

Die sozialen Medien sind also insgesamt wenig genutzt. Anders auf der Video-Plattform Youtube. Dort findet man das ganze Jahr über verschiedenste Filme mit Zentralschweizer National- und Ständeräten. Es sind aber (noch) nicht Wahlkampfvideos, sondern vor allem Diskussionen und Interviews. Die wohl aktivste Partei auf Youtube ist die SVP.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr