Walter Sigi Arnold liest eine Woche lang «Moby Dick»

Der Urner Schauspieler hat hierfür den berühmten Roman von Herman Melville auf eine 9-stündige Fassung verdichtet. Ihn reizt vor allem, mit dem Text im Kopf der Zuhörerinnen und Zuhörer individuelle Bilder entstehen zu lassen.

«Moby Dick» - geschrieben von Herman Melville um 1850 - gehört zu den grössten Romanen der Weltliteratur. Er erzählt die Geschichte eines weissen Wals und seines von Hass getriebenen Jägers. Der Urner Schauspieler Walter Sigi Arnold hat eigens für seine Fortsetzungslesung des Werks auf dem Motorschiff «Rigi» in Luzern eine neunstündige Fassung angefertigt.

Bilder im Kopf

Eine sehr zeitaufwändige Arbeit, erklärt Arnold. Das Reizvolle an solchen Lesungen, die mehrere Tage dauern, sei es, individuelle Bilderabfolgen in den Köpfen des Publikums entstehen lassen zu können. In Zeiten, in welchen man von Bildern regelrecht überflutet werde, sei das eine besonders spannende Auseinandersetzung.

Begleitet wird der Urner Schauspieler bei seiner Lesung teilweise von den Akkordeonisten Patricia Draeger und Sergej Simbirev. Einen Überblick über die Geschichte von «Moby Dick» gibt auch eine Serie von Illustrationen des Luzerner Zeichners Melk Thalmann.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.