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«Rechtsphilosophie hat vor allem mit dem Verhältnis von Recht und Moral zu tun»
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Weltkongress an der Uni Luzern Forscher aus aller Welt diskutieren über Rechtsphilosophie

Während einer Woche weilen 1300 Forscherinnen und Forscher in Luzern und debattieren über Menschenwürde und Demokratie.

Es ist der grösste akademische Anlass, den die Universität Luzern je durchgeführt hat. 1300 Forscherinnen und Forscher diskutieren über Rechts- und Sozialphilosophie. Was man sich darunter vorstellen kann und was das mit Demokratie und dem Alltag der Menschen zu tun hat, wollte SRF News von Professor Klaus Mathis, Professor für öffentliches Recht an der Universität Luzern, wissen.

Was ist gerechtes Recht und was ist richtiges Recht?
Autor: Klaus MathisProfessor für öffentliches Recht an der Uni Luzern

Studierende würden grundsätzlich darin ausgebildet, wie sie das Recht anzuwenden hätten, sagt er im Gespräch. In der Rechts- und Sozialphilosophie hingegen würde das bestehende Recht kritisch hinterfragt. «Es ist uns ein Anliegen, dass sich die Studierenden auch fragen, was gerechtes Recht und was richtiges Recht ist und wie die Gesetzgebung noch verbessert werden könnte.»

Rechtsphilosophie hat vor allem auch etwas zu tun mit dem Verhältnis von Recht und Moral.
Autor: Klaus MathisProfessor für öffentliches Recht an der Uni Luzern

Die Rechtsphilosophie beschäftige sich auch mit Fragen wie: «Gibt es ungerechtes Recht und inwiefern ist ungerechtes Recht überhaupt Recht?» Das sei eine grosse Streitfrage und es gebe unter den Experten zwei Strömungen. Da sehe man, dass Rechtsphilosophie vor allem auch etwas zu tun hat mit dem Verhältnis von Recht und Moral, meint Professor Klaus Mathis.

«Grosse Chance für die Uni Luzern»

Ziel des Kongresses sei es den Forschenden eine Plattform zu bieten um ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren, aber auch mit andern zu diskutieren. Für die Uni Luzern sei es eine grosse Chance. «Wir sind nun das Schaufenster für alle die Rang und Namen haben in der Rechtswissenschaft und Rechtsphilosophie auf der ganzen Welt», sagt Mathis.

Im Rahmen des Kongresses findet am Dienstagabend ein öffentliches Podiumsgespräch zum Thema «Demokratie in der Krise?», unter anderem mit dem Schriftsteller Lukas Bärfuss, statt.

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