Ski-Saison 16/17 Wendy Holdener überragt alle

Aus Zentralschweizer Sicht war die Ski-Saison 2016/17 erfolgreich: Sieben Podestplätze und drei WM-Medaillen gingen auf das Konto der Innerschweiz. Nur die Ski-Fahrer gingen leer aus.

Nahaufnahme von Wendy Holdener, auf der sie ihre Gold- und Silbermedaille in den Händen hält. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gold und Silber an der Ski-WM: Die 23-jährige Unteribergerin war die erfolgreichste Zentralschweizer Ski-Fahrerinnen... Keystone

  • Wendy Holdener fuhr sechs Mal aufs Podest und holte zwei Medaillen an der Ski-WM
  • Von acht gestarteten Fahrerinnen im Weltcup fuhren sechs Ski-Cracks mindestens einmal in die Top-Ten
  • Bei den Männern punktete nur Reto Schmidiger

Die Beste

Die 23-jährige Wendy Holdener fuhr allen anderen Zentralschweizern davon: Im Slalom wurde sie zwei Mal Zweite und vier Mal Dritte. Zudem wurde sie Weltmeisterin in der Kombination und holte die Silbermedaille im Slalom an der Ski-WM in St. Moritz.

Die Überraschungen

Michelle Gisin aus Engelberg wurde nicht nur in der Kombination in Val d'Isère im Dezember Zweite, sondern machte auch dank der Silbermedaille den Doppelerfolg in der Kombination an der Ski-WM perfekt. Die 23-jährige Technikspezialistin steigerte sich nicht nur im Slalom, sondern vor allem auch in den Speed-Disziplinen.

Zudem gelang auch der Schwyzerin Corinne Suter eine gute Saison mit viel Konstanz. Die 22-Jährige fuhr sieben Mal unter die besten 15 und mit einem vierten Platz in der Abfahrt in Lake Louise war das Podest zum greifen nah.

Die Enttäuschungen

Fabienne Suters Ziel war klar ein Top-Resultat an der Ski-WM. Mit einem siebten Platz verpasste sie eine Medaille und auch im Weltcup konnte sie nur ein einziges Mal in die Top Ten fahren.

Die grösste Enttäuschung waren aber klar die Zentralschweizer Ski-Fahrer. Nur gerade Reto Schmidiger punktete im Weltcup. Immerhin sind die vier Top 30-Platzierungen für ihn eine Verbesserung im Vergleich zu den vorigen Jahren. Nach durchzogenen Saisons im Europacup konnte er dort heuer sogar einmal zuoberst auf dem Treppchen stehen.

Ansonsten gab es aber keine anderen Fahrer die im Weltcup reüssieren konnten. Das Problem waren aber keine schlechten Leistungen, sondern schlichtweg die Inexistenz von anderen Fahrern aus der Zentralschweiz auf Weltcup-Niveau.

Regionajournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr