Wie man am besten um eine Gehaltserhöhung bittet

Schauspieldirektor Andreas Herrmann und sein Ensemble zeigen Georges Perecs Ratgebertext «Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten» auf absurde und humorvolle Weise. Dabei verweisen die Mitwirkenden mit einem Augenzwinkern auch auf ihr eigenes Schicksal.

Die Schauspieler stehen auf der Bühne alle in beigen und blauen Anzügen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Als Mitarbeiter ist man bei der Arbeit den ganzen Tag unter Beobachtung. ZVG

Die Zuschauer begleiten einen durchschnittlichen Mitarbeiter eines Unternehmens durch seinen Arbeitsalltag und die Strukturen seines Betriebs. Der Mitarbeiter hat eine Gehaltserhöhung im Fokus und spielt sämtliche Eventualtitäten durch, die sich beim Lohngespräch ergeben könnten.

Das Schauspielensemble spielt einerseits das Gewissen und die Gedankengänge des Mitarbeiters, andererseits fungiert es als Ratgeber, wie dieses Lohngespräch am besten zu führen ist. Dabei werden die Gedankengänge des Mitarbeiters ad absurdum geführt.

Seitenhieb des Ensembles

Das Schauspielensemble des Luzerner Theaters kann alle schauspielerischen Register ziehen und sein Können ein letztes Mal unter Beweis stellen. Dies macht den Mitwirkenden sichtlich Spass und dieser färbt ab auf das Publikum. Es ist eine gelungene Umsetzung eines Textes über die moderne Geschäftswelt in einer überspitzten und karikierenden Version.

Das Ensemble unter der Leitung von Andreas Herrmann spielt in dieser Konstellation zum letzten Mal auf der Bühne des Luzerner Theaters. Unter der Leitung des neuen Intendanten wird es ein neues Ensemble und eine neue Leitung geben. Und so leistet sich Herrmann zusammen mit seinem Ensemble einen augenzwinkernden Seitenhieb auf die eigene Situation, bald den Schauspieljob los zu sein.

(Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr)