Wieder Wildschweine in Luzerner Wäldern

In den Luzerner Wäldern sind wieder mehr Wildschweine anzutreffen. Damit steigt für die Schweinemast das Seuchenrisiko und die Gefahr von Schäden in der Landwirtschaft nimmt zu. Eine kantonale Arbeitsgruppe empfiehlt deshalb, Wildschweine gezielt zu bejagen.

Wildschwein in einem Wald Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit einem Jahr vermehrt in Luzerner Wäldern anzutreffen: Wildschweine. Josef Griffel, Baar

Im Kanton Luzern sind vor einem Jahr erstmals seit langem wieder Wildschweinrotten eingewandert. Mit dem Bau neuer Wildtierbrücken über die A1 wird deren Ausbreitung in Richtung Süden noch beschleunigt.

Arbeitsgruppe eingesetzt

Diese Wiederbesiedlung wird von den Luzerner Landwirten und der Jägerschaft mit Besorgnis aufgenommen. Schweinehaltungsbetriebe fürchten mögliche Ansteckungen ihrer Tiere mit Krankheiten und die Bauern befürchten Schäden an ihren Kulturen.

Seit Sommer 2015 befasst sich eine Arbeitsgruppe «Schwarzwild» unter der Leitung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald mit der Zuwanderung von Wildschweinen und erarbeitet Massnahmen zur Minimierung der Risiken. Sie kommt zum Schluss, dass eine Bejagung der Wildschweine von Beginn an dringend nötig ist. Die Prävention soll anlaufen, bevor Schäden zu beklagen sind.