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«Es wird wohl Einsprachen geben»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 20.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:42 Minuten.
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Windräder im Wald Kanton Luzern steht hinter dem Windpark Stierenberg

Die Idee eines Windparks in Rickenbach ist einen Schritt weiter. Die Regierung verlangt aber noch weitere Unterlagen.

Gebaut werden soll der Windpark auf dem Stierenberg, gleich an der Grenze zum Kanton Aargau. Initiiert haben das Projekt Priska Wismer - neugewählte Nationalrätin - und ihr Mann Roland, welche auf dem Stierenberg leben.

Das Projekt

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Der geplante Windpark mit seinen drei Windrädern hat eine Besonderheit: Zwei der drei Anlagen sollen im Wald zu stehen kommen – etwas, was bis vor wenigen Jahren in der Schweiz noch gar nicht möglich war.

Die Anlagen würden den umliegenden Wald deutlich überragen: Die Rotorspitzen der drei Windräder erreichen voraussichtlich eine Höhe von bis zu 180 Metern. Die Naben kämen auf etwa 120 Metern Höhe zu stehen.

Die Investitionen von gesamthaft 15 bis 20 Millionen Franken sollen von Privaten und Firmen getragen werden. Die ganze Anlage soll Strom für bis zu 4600 Haushalte liefern.

Für das Projekt ist eine Teilrevision der Ortsplanungen von Rickenbach und Pfeffikon nötig. Der Gemeinderat Rickenbach ersuchte aus diesem Grund im Dezember 2018 das kantonale Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement um eine Vorprüfung. Diese kommt jetzt zu einem positiven Ergebnis, wie der Gemeinderat Rickenbach am Mittwoch mitteilte. Das Projekt erfülle die Anforderungen der eidgenössischen Raumplanungsverordnung.

Dossier muss noch aktualisiert werden

Die Vorprüfung des Kantons begrüsst zudem die Lage der Windparkanlage, da diese abseits vom Siedlungsgebiet errichtet werden soll. Dadurch werde die Bevölkerung nicht durch zusätzlichen Lärm oder Schattenwurf der Anlagen gestört. Zudem wird die Beeinträchtigung der Landschaft vorliegend nicht als wesentlich erachtet. Zur Prüfung der Umweltverträglichkeit verlangt das Departement aber noch Ergänzungen. Wie der Gemeinderat schreibt, hätten die Projektinitianten nun die Aufgabe, den fachlichen Teil des Dossiers zu aktualisieren.

Widerstand aus dem Kanton Aargau

Gegen das Projekt mit den gut sichtbaren Windrädern regt sich aber auch Widerstand - vorwiegend aus dem benachbarten Kanton Aargau. Die geplante Anlage zerstöre eine wertvolle Landschaft. Aktuell sammelt der Verein «Schützt unseren Stierenberg» Unterschriften für eine Petition gegen die Windparkanlage. Die «Petition zum Erhalt des Stierenbergs als Kraft- und Naherholungsgebiet» wurde bis am Mittwoch von fast 400 Personen unterschrieben.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Hoffentlich zeigt sich jetzt die Politische Stärkung der Grünen und die Ökologische Besinnung der Freisinnigen darin, dass sie gemeinsam mit allen UNterstützern die sie finden können diesem Projekt einen Rahmen schaffen der es den Initianten ermöglicht rasch zu bauen. In der CH haben wir ohnehin nicht extrem viel Potenzial für Windkraft, was wir haben sollen wir jedoch nutzen.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Die Anwohner dürfen nicht gestört werden, wonl aber die Tiere im Wald. Die Grünen könnten jetzt ihre Glaubwürdigkeit beweisen, indem sie dieses Projekt verhindern. Warum muss man die Dreckschleudern ausgerechnet in die Natur, ja in den Sauerstoff spendenden Wald stellen, anstatt auf eine ungenutzte Fläche, etwa auf ein altes Fabrikareal? Ihr Grünen, zeigt, was Ihr sein wollt^!!!!
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Erstens ist die Standfläche extrem klein im Vergleich zur Grösse der Turbine, daher ist der Waldverlust vernachlässigbar. Dann verbreiten sie keinen Dreck, werden also hier völlig zu Unrecht verunglimpft. Weiter schwingen die Rotoren hoch über den Baumwipfeln, stören also auch die Tiere im Wald nicht wirklich. Zuletzt ist das Geschrei wegen der Gefährdung von Vögeln und Fledermäusen komplett aus der Luft gegriffen, da nachgewiesen ist dass fast nie solche Tiere mit der Turbine kollidieren.
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