WM der Velo-Kuriere - wenn aus Spass plötzlich Ernst wird

Nicht wenige reisen aus purem Vergnügen an die WM nach Lausanne. Doch spätestens beim Startzeichen kippe der Schalter dann doch auf den Modus «Verbissenheit», sagt der Luzerner Teilnehmer Gregor Koller.

Velokurier Gregor Koller Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gregor Koller hat bereits Erfahrungen mit Kurier-Weltmeisterschaften. In Lausanne ist der Final sein Mindestziel. SRF

Nach 1999 findet die Weltmeisterschaft der Velokuriere erstmals wieder in der Schweiz statt. Vom 30. Juli bis am 4. August messen sich in Lausanne Velokuriere aus aller Welt. Es geht durch die Gässlein der Altstadt, mit starkem Gefälle und Pflastersteinen. Aber auch die umliegenden Rebberge werden in die Rennstrecken einbezogen.

Witzige Herausforderungen

Diese Vielfalt ist eines der Markenzeichen der Kurier-Meisterschaften. Der Luzerner Velokurier Gregor Koller hat das selbst erlebt: «Einmal gab es auf dem Parcours einen Lift. Die Tür stand offen. Blöd nur, dass der Lift gar nicht lief und man das zuerst merken musste. Oder ein anderes Mal mussten die Teilnehmer ihr Velo mühsam die Treppen mit hochnehmen. Eine anstengende Sache.»

Die Luzerner Velokuriere reisen ungefähr zu zehnt nach Lausanne. Natürlich wollen die Frauen und Männer die Final-Qualifikation schaffen. «Aber ein Podestplatz wäre natürlich noch besser», so Koller. Zwar winkt kein sattes Preisgeld, aber immerhin eine Reihe von praktischen Trophäen: Von Kurier-Taschen über einzelne Velo-Teile bis hin zu einem ganzen Velo für die Gewinnerinnen und Gewinner.