Yannick Mettlers Leben zwischen Autorennbahnen und ETH

Schnelle Autos sind Yannick Mettlers Leidenschaft. Aber nicht auf der Strasse, sondern auf Rennpisten. Der 26-Jährige aus Kriens fährt Autorennen auf Top-Niveau, aber Geld verdient er damit keins.

Yannicker Mettler in seinem 2er BMW auf dem Nürnburgerring. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Yannick Mettler erreicht bei Autorennen Höchstgeschwindigkeiten von über 300 Km/h. ZVG/Yannick Mettler

«Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, mit mehreren Hundert Kilometern pro Stunde auf eine Kurve zuzurasen. Es wird soviel Adrenalin ausgestossen, das ist einfach unglaublich», erklärt Yannick Mettler seine Leidenschaft für Autos mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Diese Passion erfasste ihn mit 14 Jahren, als er Gokart-Rennen bestritt, und hält seither an. Der 26-Jährige stieg in die Formel 4 und schliesslich auch noch in die Formel 3 auf. Erst das Geld stoppte seinen Aufstieg: «Ich musste einsehen, dass mein Team und ich die mehreren Hunderttausend Franken pro Saison, die im Formelsport nötig wären, nicht auftreiben können.» Darum entschied er sich für eine andere Rennklasse. «Es war nicht mein Kindheitstraum, in der Formel 1 zu fahren, also war der Wechsel für mich kein Problem.»

Vollzeitstudium an der ETH neben dem Sport

Mittlerweile fährt Mettler Langstreckenrennen, aber diese kosten ihn mehr Geld, als er verdienen könnte. «Rennen sind nur ein Teil meiner Motorsportkarriere. Ich arbeite auch als Coach, Instruktor und Mechaniker.» Seinen Sport ermöglichen ihm Sponsoren und einen Rest bezahlt er auch noch aus eigener Tasche. Das Saisonbudget beträgt zwischen 50'000 und 100'000 Franken.

Seine Technikbegeisterung floss auch in die Studienwahl ein: Der Krienser studiert Maschinenbau an der ETH und schliesst in diesem Jahr seinen Bachelor ab. «Neben Studium und Motorsport bleibt nicht mehr viel Zeit für anderes.»