Yvonne von Deschwanden: «Führen und Entscheiden, das reizt mich»

Yvonne von Deschwanden ist seit vier Jahren Gesundheits- und Sozialdirektorin im Kanton Nidwalden. In dieser Zeit beschäftigte sie sich mit der Zukunft des Spitals, mit der Pflegefinanzierung und der Einführung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde.

Yvonne von Deschwanden hatte in der aktuellen Amtszeit in ihrem Departement einige grosse Geschäfte zu bewältigen: Die Zusammenführung der Spitäler Luzern und Stans zur Spitalregion Lunis wurde umgesetzt, das Vormundschaftswesen wurde komplett umgekrempelt und die Pflege- und Spitalfinanzierung wurde neu organisiert.

Politische und berufliche Karriere

  • Ausbildung zur Primarlehrerin, langjährige Berufstätigkeit als Lehrerin an der Volksschule
  • Mitarbeit im KMU der Familie
  • Vorstand FDP Buochs
  • 1994-2006: Landrat Nidwalden, davon 6 Jahre FDP-Fraktionschefin
  • 2005-2006: Landratspräsidentin
  • 2010-heute: Gesundheits- und Sozialdirektorin Kanton Nidwalden
  • 2013-2014: Frau Landammann

Yvonne von Deschwanden ist 59 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer Tochter. Sie lebt in Buochs.

Yvonne von Deschwanden an der Basis

Das Regionaljournal Zentralschweiz gab den amtierenden Nidwaldner Regierungsräten den Auftrag, sich einen Ort auszusuchen, den sie besuchen möchten. Gefragt war ein Besuch an der Basis ihres Departements - weg vom eigenen Pult.

Gesundheitsdirektorin von Deschwanden bei ihrem Einsatz an der Basis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden wird auf ihren Einsatz am Spitalempfang vorbereitet. SRF

Yvonne von Deschwanden versuchte sich am Empfang im Kantonsspital Nidwalden in Stans. «Die Arbeit am Empfang weist einige Parallelen zu meiner Regierungstätigkeit auf», so von Deschwanden. Der direkte Kontakt zu Menschen aller Schichten oder das klare Entscheiden sei bei beiden Aufgaben enorm wichtig.

Sitze nach allen Seiten verteidigen

Die Nidwaldner FDP hat momentan drei Sitze in der Regierung.
«Das ist einer zu viel», finden die anderen Parteien und erheben Anspruch auf
den frei werdenden Sitz von FDP-Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt.
Deshalb tritt die FDP bei den Wahlen nicht nur mit ihren beiden Bisherigen Hans
Wicki und Yvonne von Deschwanden an. Die Partei stellt auch den 57-jährigen,
ehemaligen Landrat und Bankfachmann Alfred Bossard zur Wahl.