Zentralbahn will mehr Geld neben den Geleisen verdienen

Das Kerngeschäft der Zentralbahn läuft gut. So resultierten 2013 rund 5 Millionen Franken Gewinn. Doch in den kommenden Jahren will das Unternehmen auch aus anderen Bereichen Profit ziehen - etwa aus brachen Flächen bei Bahnhöfen. In Engelberg ist beispielsweise eine neue Gondelbahn angedacht.

Nicht mehr benötigte Areale besitzt die Zentralbahn auch in Horw, Stans und Hergiswil. In Horw stehen die Um- und Ausbaupläne im Zusammenhang mit dem geplanten Stadtteil «Horw Mitte». In Stans wird momentan eine Nutzungsstudie für das brach liegende Areal ausgearbeitet.

Eine solche Studie läuft auch in Engelberg. Zentralbahn-Geschäftsführer Renato Fasciati: «Wir führen gerade viele Gespräche, um die Bedürfnisse aller Beteiligten abzuklären. Braucht es ein Hotel, Mietwohnungen, ein Pflegheim oder Einkaufsmöglichkeiten? Solche Fragen stellen sich.»

Neue Gondelbahn soll neue Gäste bringen

Die nicht mehr benötigte Fläche erstreckt sich in Engelberg über mehrere 1000 Quadratmeter. Neue Angebote will die Zentralbahn auch mit Hilfe von Investoren realisieren. Dabei ist noch nicht klar, ob das Unternehmen die brachen Flächen vermietet, verkauft oder im Baurecht abgibt.

In Engelberg existieren zudem Pläne für eine Gondelbahn, welche den Bahnhof mit der Titlis-Talstation verbinden würde. Davon verspricht sich Zentralbahn-Chef Fasciati deutlich mehr Fahrgäste, vor allem aus dem Ausland.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)