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Legende: Audio Pascal Hollenstein: «In unserer Branche bleibt kein Stein auf dem anderen» abspielen. Laufzeit 08:00 Minuten.
08:00 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 24.03.2019.
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«Zentralschweiz am Sonntag» «Wir wurden ein Stück weit auf dem falschen Fuss erwischt»

Das Medienunternehmen CH Media hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass die Zeitung «Zentralschweiz am Sonntag» Ende Juni dieses Jahres eingestellt wird. Anstelle der Sonntagszeitung wird die Samstagsausgabe der «Luzerner Zeitung» ausgebaut und ab Juli als «Schweiz am Wochenende» erscheinen.

«In dieser Zeitung sind auch weiterhin regionale Themen aus der Zentralschweiz geplant», sagt Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik bei CH Media. Und für das aktuelle Geschehen am Sonntag stehe die Internetseite zur Verfügung, so Hollenstein im Gespräch mit SRF.

Richtig realisiert wird das Ende der Zeitung wohl erst, wenn sie nicht mehr im Briefkasten liegt.
Autor: Pascal HollensteinLeiter Publizistik CH Media

Grund für die Einstellung der «Zentralschweiz am Sonntag» sei der Rückgang bei den Inseraten und nicht etwa die mangelnde Beliebtheit des Blattes: «Wir stellen die Zeitung nicht ein, weil sie nicht gelesen würde, sondern weil wir sie nicht mehr finanzieren können.»

Bisher habe es nur wenig Reaktionen aus der Leserschaft auf die Einstellung gegeben: «Richtig realisiert wird das wohl erst, wenn die Zeitung nicht mehr im Briefkasten liegt.»

Zukunft ist digital

Dass die Inserateerträge derart schnell zurückgingen, das habe ihn überrascht: «Da wurden wir ein Stück weit auf dem falschen Fuss erwischt», sagt Pascal Hollenstein: «Mit dieser Entwicklung kämpfen wir nun.» In Zukunft werde wohl noch mehr auf das bezahlte Digital-Angebot gesetzt.

Hollenstein hatte vor rund drei Jahren die Leitung der NZZ Regionalmedien übernommen. Im letzten Okober schlossen sich diese mit den AZ Medien zur CH Media zusammen. Im November 2018 gab CH Media bekannt, dass das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren 200 Vollzeitstellen abbauen wolle.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger (Adi B.)
    Mit Zeitungen wird zunehmend Werbematerial an den Keine-Werbung-Aufklebern vorbei in die Briefkästen von Abonnenten geschmuggelt. Vielleicht auch ein Grund für Abokündigungen und Inseraterückgang.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Das ist eines der grössten Probleme, (Gründe), Herr Berger, die täglich vollgestopften Briefkästen mit Werbe- und Reklame-Papier! Die Post-und Privat-Verteiler füllen die Briefkästen tonnenweise mit solchem Papierkram, der sofort gebündelt in der Altpapier-Sammlung landet. Die Medien (Zeitungen, Zeitschriften) leben von Inseraten und Werbung in ihren Ausgaben. Wenn diese fehlen, kann kein Unternehmen (Redaktion) eine Zeitung herausgeben und somit im digitalen Zeitalter trotzdem überleben!
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