Zentralschweiz erhält einen neuen Filmpreis

Das Zentralschweizer Filmschaffen soll mehr Geld und Anerkennung erhalten. Die Albert Koechlin Stiftung sponsert zu diesem Zweck die Verleihung von Filmpreisen im Wert von 600‘000 Franken. Zudem ist ein jährlicher Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb geplant.

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Bildlegende: Zentralschweizer Filmschaffende sollen dank der neuen Fördergelder nicht abwandern. Keystone

Die Rahmenbedingungen für Filmschaffende in der Zentralschweiz seien schwierig. Dieser Ansicht ist die Albert Koechlin Stiftung (AKS). Weil kantonale Beiträge fehlten, flössen Filmförderungsgelder des Bundes vor allem in andere Regionen.

«67 Prozent der Bundesfördergelder gehen in den Kanton Zürich, nur gerade 7 Prozent in die Zentralschweiz», sagt Martino Fröhlicher, Projektleiter bei der Albert Koechlin Stiftung. Die Folge: Die Filmschaffenden wandern ab.

Verschiedene Kategorien

Die Stiftung will helfen, dass die Filmschaffenden auch in der Zentralschweiz gute Produktionsbedingungen vorfinden. Dem Innerschweizer Filmschaffen soll mit Geld mehr Anerkennung zuteilwerden. Geplant sind gegen 12 Prämierungen in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Animation und Kurzfilm. Die Preissumme beträgt total rund 600'000 Franken.

«Es wird aber keine Verleihung mit Glanz und Glamour werden, sondern eine der Sache dienliche Preisübergabe», sagt Martino Fröhlicher. Zusätzlich zum Filmpreis gibt es neu einen jährlichen Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb für 110'000 Franken.

Erste Filmpreisverleihung im 2017

Der Innerschweizer Filmpreis soll erstmals im Frühjahr 2017 verliehen werden. Die Ausschreibung startet im Juni 2016. Bewerben jönnen sich Filmschaffende aus den Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri und Schwyz.