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Zentralschweiz Zentralschweizer Erfolgsgeschichte mit viel Konfliktpotenzial

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz ZRK gibt es seit 50 Jahren. Am Freitag feierten die sechs Kantone ihre langjährige Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinweg. Eine Zusammenarbeit, die neben Erfolgen auch immer wieder für harte Diskussionen sorgt.

Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen.
Legende: Heidi Z'graggen, die Präsidentin der Zentralschweizer Regierungskonferenz, sieht viele Vorteile in der Zusammenarbeit. SRF/Karin Portmann

Gegründet wurde die Zentralschweizer Regierungskonferenz ZRK in den 60er-Jahren. Die Zentralschweizer Regierungen seien damals unter dem Eindruck gestanden, sich als kleinere Kantone gemeinsam gegen die Zentralisierungstendenzen des Bundes zu wehren, erklärt Heidi Z'graggen. Die Urner Justizdirektorin ist aktuell ZRK-Präsidentin.

Die Zusammenarbeit unter den sechs Kantonen ist sehr vielschichtig, vom konkreten Austausch unter Fachleuten verschiedener Stände über Koordinationsaufgaben einzelner Direktionen bis zu gemeinsamen Positionen der Kantone bei internationalen Verkehrsdossiers.

Konfliktreiche Zusammenarbeit

Die 50 Jahre der Zusammenarbeit seien geprägt von vielen Erfolgen, sagt Z'graggen, aber auch von Konflikten. Der Ausstieg des Kantons Luzern aus der gemeinsamen Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz PHZ sei für das Gremium zu einer Zerreissprobe geworden. Mittlerweile hätten sich die Wogen aber geglättet.

Eine grosse zukünftige Herausforderung für die ZRK dürfte der Nationale Finanzausgleich NFA sein. Hier möchte die Zentralschweiz mit einer gemeinsamen Stimme auftreten. Bei so unterschiedlichen Positionen zwischen Nehmer- und Geberkantonen dürfte das eine wahre Herkulesaufgabe sein.