Zentralschweizer Feuerwehren stehen im Dauereinsatz

Wegen der starken Niederschläge stehen in der Zentralschweiz die Feuerwehren im Dauereinsatz. Gewässer treten über die Ufer, Keller sind überschwemmt, Strassen gesperrt. In Gersau musste eine Jugendherberge evakuiert werden.

Blick aus einem Feuerwehrauto auf eine verschüttete Strasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Feuerwehren im Dauereinsatz: Eine Einheit im Kanton Uri unterwegs zu einem Erdrutsch. Keystone

Wegen eines drohenden Hangrutsches mussten in der Nacht auf Samstag rund 40 Personen einer Jugendherberge in Gersau mit Booten auf dem Seeweg evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Wegen des instabilen Geländes sei der Landweg zu gefährlich gewesen, sagte Florian Grossmann, Sprecher der Kantonspolizei Schwyz. Der Hang werde weiter beobachtet.

Bahnlinie unterbrochen

In Schwyz gingen seit Mitternacht bei der Polizei über 60 Anrufe im Zusammenhang mit den Regenfällen ein. Geröll- und Schlammmassen verschütteten zudem die Strassen zwischen Gersau (SZ) und Vitznau (LU) sowie zwischen Siebnen und Vorderthal. Die Verkehrswege bleiben vorerst gesperrt.

Auch im Kanton Luzern mussten Feuerwehren Keller auspumpen und umgekippte Bäume von den Strasse räumen, sagte der kantonale Feuerwehrinspektor auf Anfrage. Zwischen Weggis und Vitznau wurde ausserdem die Strasse verschüttet. In Werthenstein hat zudem ein Erdrutsch die Bahnlinie durchs Entlebuch unterbrochen. Bis auf weiteres verkehren Ersatzbusse.

Anspannung an der Reuss

Angespannt ist die Situation rund um die Reuss. Auch die Kleine Emme führte am Samstag viel Wasser. Die Feuerwehren würden den Wasserpegel laufend beobachten, sagte der Feuerwehrinspektor.

Im Kanton Obwalden standen die Feuerwehren in vier von sieben Gemeinden im Einsatz, wie der kantonale Führungsstab mitteilte. Bisher seien nur kleinere Ereignisse wie Rutschungen und Abgänge verzeichnet worden. Auch in Nidwalden waren die Feuerwehren gefragt; der Pegelstand der Engelberger Aa stieg zwischenzeitlich bedrohlich an.

Probleme am Gotthard

In Uri ist die Strasse zwischen Seedorf und Bauen wegen Wasser und Geröll gesperrt. Sie soll im Laufe des Samstagnachmittags wieder geöffnet werden, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Uri. Am Gotthardpass kam es gemäss dem Sprecher wegen Schneerutschen zu Behinderungen und vorübergehenden Sperrungen der Passtrasse.