Rückblick 2016 Zentralschweizer Persönlichkeiten und ihr besonderes Jahr

18 Gault Millau-Punkte und Koch des Jahres: Nenad Mlinarevic bleibt 2016 als das Jahr in Erinnerung, in welchem er sich definitiv einen Platz unter den besten Köchen des Landes gesichert hat. In seinem Restaurant «Focus» in Vitznau arbeitet er praktisch nur mit einheimischen Produkten, auf importierte Spezialitäten wie Steinbutt, Pfeffer oder Olivenöl verzichtet der 35-jährige Spitzenkoch mit den Gemüse-Tattoos auf dem Unterarm ganz. Kochen ist für ihn nicht nur ein Job, sondern eine Passion, die ihn auch ausserhalb der Küche selten los lässt. Sein Grundsatz: «Wenns schmeckt, ist alles erlaubt.»

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73 Konzerte, Auftritte in der Show «Sing meinen Song» auf dem Fernsehsender Vox und Top-Platzierungen in den Verkaufslisten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Das sind die Meilensteine im bewegten Jahr des Luzerner Soul- und Funk-Musikers Jan Dettwyler, alias Seven. 14 Jahre nach seinem Debut-Album hat der 38-Jährige nun den endgültigen Durchbruch im deutschsprachigen Raum geschafft: «Mein Erfolgsrezept ist die Authentizitiät. Ich mache seit jeher Musik, die bei uns eigentlich nicht massentauglich ist und ich lasse mich nicht verbiegen.»

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Jahrelang hatte sich Hubert Achermann für ein neues Musiktheaterhaus in Luzern eingesetzt, die Salle Modulable. Entsprechend enttäuscht war der Rechtsanwalt und Präsident des Lucerne Festivals, als der Kantonsrat diesen Plänen ein definitives Ende setzte. Dass dieses Parlament sogar noch Beiträge an die Kultur um 1,2 Millionen Franken kürzte, gibt ihm denken: «Ich habe den Eindruck: Man tut nur so, als wolle man Kultur fördern. Aber dafür braucht es nicht nur Worte, man muss sie auch mit Geld fördern. Und mit Interesse, Enthusiasmus und Kraft.»

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Die Sopranistin Regula Mühlemann hat im Herbst 2016 ihre erste CD mit Arien von Wolfgang Amadeus Mozart veröffentlicht – und damit einen grossen Erfolg gelandet. Die Produktion stiess beim Publikum und der Kritik auf wohlwollendes Echo. Damit habe sie nicht gerechnet, sagt die 30-jährige Sängerin, die aus Adligenswil stammt: «Das war eine grosse Überraschung.» Obwohl sie nun für Konzerte und Opernproduktionen viel unterwegs ist, kommt sie immer wieder gern in ihre Heimatstadt Luzern zurück: «Hier geht mir das Herz auf, es ist einfach wunderschön.»

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Die Grafikerin Manuela Pfrunder hat im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank die neuen Banknoten gestaltet. Nach jahrelanger Arbeit kam im April 2016 als erste die neue 50er-Note heraus. Es sei nach wie vor speziell für sie, wenn sie mit «ihrer» Note bezahle, sagt die 37-jährige Seetalerin. Sie ist zufrieden damit, wie die neue Note von der Öffentlichkeit aufgenommen wurde: «Ich dachte, es würde mehr Kritik geben.» Manuela Pfrunder und die neue Banknote: ein Gespräch, bei dem es sich lohnt, beim Hören eine neue 50er-Noten in Griffnähe zu haben…