Zivilschutz bleibt im Kanton Luzern bei den Gemeinden

In Luzern wird der Zivilschutz nicht kantonalisiert, obwohl mit einem solchen Schritt Geld gespart werden könnte. Dies hat der Regierungsrat entschieden. Der Kanton müsste mit Mehrkosten rechnen.

Ein Mann in Zivilschutzkleidung bei Aufräumarbeiten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zivilschützer sollen auch künftig regional organisiert bleiben. Keystone

Der Luzerner Kantonsrat hatte mittels Vorstoss von der Regierung verlangt, sie müsse prüfen, ob der Zivilschutz nicht auch kantonal organisiert werden könnte. Derzeit gibt es im Kanton sechs regionale Zivilschutzorganisationen ZSO, die unterschiedlich organisiert und ausgerüstet sind.

Mehrkosten für den Kanton

Eine Machbarkeitsstudie kam zwar zum Schluss, dass eine Zusammenlegung eine Reihe von Vorteilen hätte, auch finanzielle. Trotzdem hat die Regierung das Projekt nun gestoppt. Als Grund gibt sie den Widerstand einer Mehrheit der ZSO an, vor allem aber Mehrkosten von 2,8 Millionen Franken, die der Kanton übernehmen müsste.

«Die lokale Verankerung ist die grosse Stärke der regionalen ZSO», freut isch Werner Fischer über diesen Entscheid. Er ist Kommandant der ZSO Pilatus, der bevölkerungsmässig zweitgrössten Organisation. Enttäuscht zeigt sich hingegen Armin Camenzind, als Kommandant der ZSO Emme Chef der grössten Organisation: «Man hätte Kosten sparen können, und die Gemeinden wären finanziell entlastet worden.»