Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Eine neue Zuchtstation für die Bartgeier in Goldau abspielen. Laufzeit 04:45 Minuten.
04:45 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 04.06.2019.
Inhalt

Zuchtstation in Goldau Bartgeier erhalten neue Brutplätze im Tierpark

Die in Goldau gezüchteten Tiere werden anschliessend in den Alpen ausgesetzt. So soll die Zahl der Geier wieder wachsen.

Früher waren die Bauern überzeugt, dass Bartgeier ihr Futter selber erlegen und hatten sie aus Angst um ihre Tiere ausgerottet. Es gingen gar Gerüchte um, dass besonders gefährliche und grosse Vögel kleine Kinder davontrügen. Das war vor rund hundert Jahren. Später aber realisierte man: Der Geier ernährt sich von Aas.

Ab 1986 gab es deshalb erste Versuche, das Tier im Alpenraum wieder anzusiedeln. Mittlerweile gibt es in Europa rund 40 Zuchtstationen, die bisher über 200 Jungvögel auswildern konnten.

Goldauer Kompetenzzentrum

Auch der Natur- und Tierpark Goldau ist seit rund 20 Jahren Teil des europäischen Bartgeier-Netzwerkes. In dieser Zeit hat er 16 Bartgeier aufgezogen, von denen fast alle ausgewildert wurden. Die restlichen gingen an andere Zuchtstationen.

Ein Mann mit einer Schüssel Fleisch
Legende: Tierpfleger René Gisler füttert die Bartgeier mit Kaninchen-, Ziegenfleisch und Schafsknochen. SRF/Mateo Landolt

Obwohl sich der Bartgeier mittlerweile auch in der Natur fortpflanzt, braucht es die Zuchtstationen weiterhin. Die Population in den Alpen geht auf gerade mal 40 Gründertiere zurück, weshalb Inzucht-Gefahr besteht. Man müsse aufpassen, welche Tiere man wo aussetzt, sagt Martin Wehrle, Cheftierarzt des Tierparks. Ausserdem schade es dem Nachwuchs, wenn sich die ausgesetzten Tiere mit zu nahem Verwandten fortpflanzten.

Hier könne man mit der neuen Zuchtstation Abhilfe schaffen. «Sie bietet Platz für sechs Bartgeierpaare. So können wir hier auch Paare von frischer Abstammung aufnehmen», erklärt Wehrle.

Ein grosses Gebäude aus Holz vor blauem Himmel.
Legende: Die neue Zuchtstation in Goldau: Sie besteht aus sechs Arealen, in denen die Brutpaare ihre Jungvögel aufziehen können. Keystone

Das neue Gehege musste her, weil das bisherige alt und spröde wurde. Der Holzbau kostete rund 430'000 Franken, bezahlt wurde er durch Stiftungsgelder und Privatspender.

SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr; sda/schl; gotl

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?