Zuger Gemeinden unterstützen den Kanton

Der Kanton Zug muss sparen und hat ein Entlastungspaket im Umfang von 111 Millionen Franken geschnürt. Unterstützung kommt nun von den Gemeinden. Sie leisten einen zeitlich befristeten Solidaritätsbeitrag von jährlich maximal 18 Millionen Franken.

An der Medienkonferenz vom Mittwoch: Andreas Hotz, Baar, Peter Hausheer, Risch und Dolfi Müller, Stadtpräsident von Zug . Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An der Medienkonferenz vom Mittwoch: Andreas Hotz, Baar, Peter Hausheer, Risch und Dolfi Müller, Zuger Stadtpräsident. SRF

Im Gegenzug zahlt der Kanton weiterhin 4,5 Millionen Franken in den innerkantonalen Finanzausgleich (ZFA) ein, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte. Die elf Zuger Gemeinden haben einstimmig beschlossen, das Entlastungsprogramm des Kantons Zug mitzutragen. Sie wehren sich jedoch gegen eine reine Lastenverschiebung. Ursprünglich war ein Betrag von 22,5 Millionen Franken vorgesehen.

Neue Aufgabenteilung

Der nun gefundene Kompromiss beinhaltet drei Kernelemente:

  • einen pauschalen Solidaritätsbeitrag von maximal 18 Millionen Franken
  • die vorläufige Beibehaltung des kantonalen ZFA-Beitrags
  • sowie eine Reform des ZFA 2018

Eine Arbeitsgruppe wird weiter bis Ende 2018 die Aufgabenteilung zwischen Gemeinden und Kanton neu definieren. Ziel sei es, die Aufgaben kostensparend zu verteilen, statt Kosten zu verlagern, heisst es in der Mitteilung. Die Ergebnisse des Projekts «ZFA Reform 2018» sollen 2019 in Kraft treten.

Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr