Zuger Regierung will «Mobility Pricing» testen

Wer mit Auto oder Bus in die Stadt fahren will, soll dafür eine Gebühr bezahlen. Das System ist umstritten. Der Kanton Zug empfiehlt sich nun dem Bund als Testregion.

Zuger Baudirektor Heinz Tännler sitzt am Pult in seinem Büro. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Regierungsrat Heinz Tännler zeigt sich offen für das Gebührensystem Mobility Pricing. zvg

Der Kanton Zug «mit seinen überschaubaren und repräsentativen Verhältnissen» würde sich nach Meinung des Regierungsrats als Pilotregion eignen. Die Empfehlung aus der bürgerlich geprägten Regierung erstaunt, denn gerade in diesen politischen Kreisen ist das Gebühren-System umstritten.

«Man darf sich neuen, möglichen Lösungen nicht verschliessen. Ausserdem handelt es sich hier erst um ein Konzept des Bundes - beschlossen ist noch nichts», sagt SVP-Baudirektor und Landammann Heinz Tännler im Gespräch mit Radio SRF.

Es brauche eine sachliche Diskussion, um die Mobilitäts-Probleme auf Strassen und Schiene zu lösen und die Infrastruktur finanzieren zu können, erklärt Tännler weiter.

Ob Zug als Testregion für Mobility Pricing in Frage kommt, entscheidet der Bund. Die Vernehmlassung zum Konzept des Bundes läuft in diesen Tagen ab. Bis Ende Jahr sollte klar sein, wie es damit weitergeht.