Zuger Stadtregierung legt Sparpaket vor

Das Sparpaket umfasst Einsparungen und Mehreinnahmen von rund 2 Millionen Franken. Es gilt ab dem kommenden Jahr. Dreiviertel der Einsparungen liegen im Kompetenzbereich des Stadtrates. Trotzdem ist mit Widerstand zu rechnen.

Die Altstadt von Zug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Zug wird künftig zünftig gespart. Keystone

Im Hinblick auf das Budget 2014 präsentiert die Zuger Stadtregierung das angekündigte Sparprogramm. Es umfasst Einsparungen von rund 850‘000Franken und Mehreinnahmen von 700‘000Franken.

Kulturbeiträge werden gekürzt

Der Eingangsbereich des Theater Casino Zug Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Stiftung Theater Casino Zug muss jährlich auf 200'000 Franken verzichten. Keystone

Verschiedenen Kultureinrichtungen werden die nächsten Jahre die Beiträge gekürzt. So werden der Stiftung Theater Casino Zug 200‘000 Franken gestrichen, der Galvanik 62‘500Franken oder dem Verein Chollerhalle 20‘000 Franken. Diese Reduktionen werden im Stadtparlament für Zündstoff sorgen.

Kompetenz des Stadtrates

Viele der Massnahmen sind bereits beschlossene Sache. Sie liegen im alleinigen Kompetenzbereich der Stadtregierung. So werden Hilfeleistungen für das In- und Ausland gekürzt oder in der Verwaltung der städtischen Liegenschaften.

Schüler, Pendler und Schwimmer betroffen

Der Stadtrat hat auch für Jedermann spürbare Massnahmen getroffen. So erhalten die Schüler keinen vergünstigten Bus-Pass mehr. Dagegen wurde bereits das Referendum ergriffen und eine Unterschriftensammlung läuft. Ebenfalls vermehrt zur Kasse gebeten werden Pendler durch höhere Parkgebühren oder Hallenbadbenützer, die künftig 6 statt wie bisher 5 Franken Eintritt zahlen.
Die Sparmassnahmen gelten ab 2014 und werden bis 2017 weitergeführt.

Zug in roten Zahlen

Dass Zug in den letzten Jahren in die roten Zahlen gerutscht ist, habe mit tieferen Steuerträgen und höheren Beteiligungen am kantonalen und nationalen Finanzausgleich zu tun, sagt Finanzdirektor Karl Kobelt gegenüber Radio SRF.