Zuger Stadttunnel: Zu teuer, zu unrealistisch

Der 890 Millionen teure Zuger Stadttunnel fand bei der Bevölkerung keinen Anklang. 63 Prozent lehnten das Projekt «Stadttunnel mit Zentrum Plus» am 14. Juni ab. Eine Umfrage bestätigt nun, dass die hohen Kosten für das Nein ausschlaggebend waren, das bei Links-Grün wie auch bei den Bürgerlichen.

Visualisierung des Stadttunnels Zug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Tunnel bleibt eine Visualisierung: Die Zugerinnen und Zuger wollen eine andere Lösung. zvg

63 Prozent der Zugerinnen und Zuger haben am 14. Juni das Projekt «Stadttunnel im Zentrum Plus» abgelehnt. Wegen dem wuchtigen «Nein» zum Stadttunnel gab die Zuger Baudirektion eine Umfrage in Auftrag. 1000 Stimmberechtigte liess man zu den Gründen für die Ablehnung Auskunft geben.

54 Prozent der Befragten gaben an, aufgrund finanzieller Aspekte ein Nein eingelegt zu haben. 12 Prozent meinten, der Tunnel löse das Verkehrsproblem in der Stadt Zug nicht.

Die Parteipräferenzen der Umfrageteilnehmer ergaben weitere Unterschiede, aber man war sich grundsätzlich einig: Personen aus dem grün-linken Spektrum lehnten das Projekt mit 74 Prozent deutlich ab. 54 Prozent der Stimmberechtigten aus dem eher bürgerlichen Lager sagten ebenfalls «Nein».

Mehrheit will alternative Lösung

Laut Baudirektion bedeute das nicht, dass man die heutige Situation für gut befände. Auch die grosse Mehrheit der Befragten findet, es brauche eine alternative Lösung. Nur 19 Prozent meinen, es müsse sich an der Verkehrssituation nichts ändern.

Das 890-Millionen-Projekt hätte die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten sollen.