Zuger SVP zieht umstrittenen Richterkandidaten zurück

Die SVP des Kantons Zug muss einen Richterkandidaten auswechseln. Sie wollte einen Juristen für das Kantonsgericht nominieren, der mit Vorwürfen wegen rechtsextremer Positionen konfrontiert ist. Der Kandidat hat sich zurückgezogen, die Geschäftsleitung schlägt einen neuen Kandidaten vor.

Gerichtsgebäude in Zug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Kantonsgericht Zug ist ein Sitz frei - der Anspruch der SVP ist unbestritten. Keystone

Der Kandidat sei mit Vorwürfen wegen rechtsextremer Äusserungen konfrontiert gewesen, und er habe sexistische Sprüche gemacht, berichtete am Dienstag die «Neue Zuger Zeitung». Die Vorwürfe seien aber nicht erhärtet worden, erklärte Manuel Brandenberg, Präsident der SVP-Kantonsratsfraktion, gegenüber Radio SRF.

Der Kandidat habe sich aber zurückgezogen, weil er sich nicht einer möglichen Schlammschlacht habe aussetzen wollen, sagt Brandenberg. Die Parteileitung werde der Nominationsversammlung der Zuger SVP am Donnerstag einen neuen Kandidaten präsentieren.