Zwischenlösung: Jenische zügeln vom Krienser Schlund ins Nidfeld

Die Jenischen, die seit Mitte April ein Gelände besetzen, können ihre Wohnwagen auf das Areal des ehemaligen Pilatusmarktes im Krienser Nidfeld zügeln. Damit wurde für die Fahrenden bis Oktober eine Zwischenlösung innerhalb der Gemeinde gefunden.

Jenische auf einem Areal beim Krienser Schlund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Jenischen können vorübergehend vom Krienser Schlund auf das ehemalige Pilatusmarkt-Areal zügeln. Keystone

Die Jenischen könnten ab sofort auf das neue Areal an der Autobahn A2, wo sich früher ein Einkaufszentrum befand, umziehen. Dies teilten Kanton und Stadt Luzern sowie die Gemeinde Kriens am Mittwoch mit. Darauf hätten sich die Behörden und der Verein «Bewegung der Schweizer Reisenden» verständigt.

Mitte April hatten sich laut Angaben der Fahrenden 50 bis 60 Wagen und gegen 500 Schweizer Jenische in der Nähe des Krienser Pilatusmarkts niedergelassen. Das Areal befindet sich zwar auf Boden der politischen Gemeinde Kriens, gehört aber der Stadt Luzern. Ab Donnerstag wird das Areal als Parkplatz für die Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga benötigt.

Das Nidfeld-Areal gehört dem Detailhändler Coop. Es soll später überbaut werden. Der Eigentümer erlaubt nun bis Ende Oktober 2016 eine Zwischennutzung für 20 bis 25 Wagenplätze. Die Fahrenden müssen für die Miet- und Infrastrukturkosten selber aufkommen.