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40 Jahre Grüne Zürich «Wir haben den Kanton Zürich stark verändert»

Vor 40 Jahren – noch vor den Grünen Schweiz – wurde die Grüne Partei des Kantons Zürich gegründet. Seit mehr als 30 Jahren ist Esther Guyer dabei. Als Regionaljournal-Wochengast erklärt sie, warum die Grünen wichtig sind für Zürich.

Legende: Audio Interview mit Esther Guyer abspielen. Laufzeit 15:46 Minuten.
15:46 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 02.09.2018.

SRF: Bei diesem Geburtstagsfest der Grünen – gab es auch Fleisch?

Esther Guyer: Es gab einen Fleischgang. Man soll alles mit Mass machen. Wie haben bei den Grünen nicht nur Vegetarier – ich bin auch keine.

Wie haben die Grünen in 40 Jahren den Kanton Zürich verändert?

Wir haben den Kanton stark verändert. Abfalltrennung ist heute eine Selbstverständlichkeit. Das war vor 40 Jahren noch nicht so. Die Grünen haben den Umweltschutz immer in den Vordergrund gestellt. Wir sind immer einen Schritt weitergegangen. So haben wir viel erreicht.

Gibt es noch weitere Beispiele?

Ein Beispiel, das zeigt, wie die Grünen funktionieren, ist die Kulturlandinitiative (welche eine Bebauung von weiteren Grünflächen verhindern wollte, Red.). Wir haben zwar die zweite Abstimmung vor dem Volk verloren. Trotzdem ist aber dank dieser Initiative viel in dieser Richtung passiert.

Die letzten kantonalen Wahlen 2015 waren für die Grünen ein Desaster. Der Sitz in der Regierung von Martin Graf ging verloren und im Kantonsrat sank der Wähleranteil von elf um fast vier Prozent. Wie wollen Sie diesen Rückgang bei den Wahlen 2019 wieder korrigieren?

Wir werden nach Kräften Umweltpolitik machen, wir kämpfen für mehr Biodiversität, wir halten die Grundrechte hoch, wir setzen uns für die Lösung der Integrationsprobleme ein. Wir sind auch eine Frauenpartei. Frauen reagieren sensibler, wenn es der Umwelt schlecht geht. Wir hoffen also, dass die Frauen – und auch die Jungen – wieder häufiger wählen gehen. Davon würden wir profitieren.

Esther Guyer

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Esther Guyer kam 1951 in einem freisinnigen Haushalt im Zürcher Oberland zur Welt. Als junge Erwachsene zog sie jedoch in die Stadt Zürich. 1987 trat sie der Grünen Partei bei. Bald stieg sie innerhalb der Partei auf, zuerst als Präsidentin der Stadtpartei, 1998 gehört sie dem Kantonsrat an, seit 2004 ist sie Präsidentin der Kantonsratsfraktion. Dort gilt sie als schlagfertige, gute Rednerin, oder, wie sie selbst sagt: «Ich kann jeweils die Klappe nicht halten».

Das Gespräch führte Hans-Peter Künzi

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (KallePalle)
    Es gibt kaum ein Land in dem man so elegant Recycling und Abfall trennen kann. Das ist eine Tatsache und das muss man einfach sagen. Ausserdem finde ich die thermische Verwertung als sehr gelungen, werden doch damit Warmwasser und wieder Energie erzeugt. Finde ich prima.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Sicher müssen die "Grünen" in der Politlandschaft ihren Platz einnehmen und ihre Anliegen einbringen. Was mich aber schon immer unverständlich erschien, ist ihre völlige Ausklammerung der Bevölkerungspolitik: Die Grünen, zusammen mit der SP, wehren sich mit Händen und Füssen für alle Migranten! Vorallem im Asyl(un)wesen stehen sie zuvorderst, wenn Forderungen zum Masshalten gefordert werden. Fazit: Wer nicht besorgt ist, dass bald 10'000'000 Menschen im kleinen Land leben, kann nicht grün sein!
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    ? -? Irgendwie nehme ich die Grünen gar nicht wahr. Vor Allem nicht dort, wos wirklich brennt. Velowege, schön und gut. Krachmacher auf den Strassen entfernen, Fehlanzeige!
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