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40 Jahre Regionaljournal Tonbandgerät vs Smartphone: Ist heute alles einfacher?

Der erste Regi-Moderator Stefan Tabacznik schaut zurück auf die Anfänge vor 40 Jahren. Was hat sich im Alltag verändert?

Legende: Audio Interview Stefan Tabacznik abspielen. Laufzeit 06:58 Minuten.
06:58 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 23.11.2018.

Heute vor vierzig Jahren ging das Regionaljournal zum ersten Mal auf Sendung. Und startete mit einer riesigen Panne . Die PTT hatte die verschiedenen Sendungen falsch geschaltet, sodass mehrere Regionaljournale aus verschiedenen Regionen gleichzeitig gesendet wurden. Ein akustisches Durcheinander. Moderator dieser ersten Sendung des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» war Stefan Tabacznik. Mit ihm sprachen wir über die Anfänge, vor allem aber über das, was sich bis heute verändert hat.

SRF: Bei dieser Panne leidet man natürlich mit Ihnen mit. Ich nehme an Sie hatten da einen Puls von 180?

Stefan Tabacznik: So schlimm war es nicht. Wir haben es während der Sendung zuerst gar nicht gemerkt. Plötzlich sagte man mir dann, dass drei Regis gleichzeitig geschaltet wurden und ich doch nochmals neu anfangen soll. Lösen konnte man das Problem aber nicht mehr am selben Tag.

Die Technik hat sich natürlich stark verändert in diesen vierzig Jahren: Das Schneiden, Aufnehmen. Heute haben wir ein Computerprogramm. War das damals nicht alles viel aufwändiger?

Es geht. Ich habe mit meinem Nagra Aufnahmegerät (siehe Bild) den Beitrag einfach im Taxi geschnitten. Im Studio war dann bereits alles fertig geschnitten. Und mehr Zeit als heute hatten wir vor vierzig Jahren auch nicht.

Stefan Tabacznik mit seinem Aufnahmegerät schaut auf Handy
Legende: Der Unterschied ist riesig: Stefan Tabacznik war vor 40 Jahren mit einem schweren Nagra Aufnahmegerät unterwegs. Kostenpunkt: 7000 Franken. Heute schalten sich die Regionaljournal Reporter/innen direkt mit dem Smartphone ins Studio. SRF

Ihr hattet aber auch kein Internet zur Verfügung. Wie habt ihr recherchiert?

Ähnlich, einfach nicht elektronisch. Wir haben einfach in einer Enzyklopädie nachgeschaut oder in unserem Archiv. Das ging sehr gut. Wir hatten auch Karteikarten, an denen Presseartikel angeheftet waren. Und es gab natürlich auch das Telefon.

Telefoniert wird auch heute noch viel, vielleicht einfach weniger...

Heute muss man immer wachsam sein. Ein Journalist macht einen grossen Fehler, wenn er glaubt, dass alles was im Internet steht, auch stimmt. Das macht die Arbeit heute auch aufwändig.

Das Gespräch führte Nadine Markwalder.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Als Tonamateur, der über 30 Jahre lange diese Entwicklung ebenfalls miterleben konnte, kann ich alle Aussagen von Stefan Tabacznik mit meinem Hobby sehr gut nachvollziehen! Wir Kollegen begannen noch stolz mit fast profimässigen "REVOX"-Tonbandmaschinen, dann kamen die viel kleineren Kassettenaufnahmegeräte! Danach (allerdings nicht lange) wurden Minidisc-Geräte die ersten digitalen Wunderdinge und heute dienen nur noch Geräte mit Chips oder Smartphons für schnelle und klare Tonaufnahmen!
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