50 Jahre A3 - als Autobahnen noch begeisterten

Im Frühling 1967 wurde die Autobahn A3 am linken Zürichseeufer feierlich eröffnet. Besonders die schöne Aussicht über den Zürichsee sorgte bei der Eröffnung für grosse Begeisterung. Die neue Autobahn wurde kurzerhand zu einem beliebten Ausflugsziel.

Blick auf den Zürichsee, am Hang die A3. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Autobahn mit wunderbarer Aussicht: Die Polizei warnte vor Ausflüglern, die den Verkehr behinderten. Keystone

Von der Autobahn A3 zwischen Richterswil und Zürich-Wollishofen hat man Ausblick über den ganzen Zürichsee. Was heute für viele einfach der Weg zur Arbeit ist, hat vor 50 Jahren für grosse Euphorie gesorgt.

«  Die A3 ist nicht einfach eine Autobahn, sie ist eine prächtige Panoramastrasse. »

Hauptmann Paul Boller
in historischer Aufnahme

Die Zürcher Verkehrspolizei musste bei der Eröffnung sogar warnen. Man solle die Autobahn nicht gleich zu Beginn zu stark beanspruchen. Die Polizei befürchtete einen Grossansturm. Sogar von einem Touristenmagnet war die Rede. Die A3 sei nicht einfach eine Autobahn, es sei eine prächtige Panoramastrasse.

Bis zur Eröffnung der A3 mussten mehrere Hürden überwunden werden. 220 Einsprachen musste der Regierungsrat prüfen, mit 200 Landbesitzern wurde verhandelt. Und auch die Bauarbeiten waren knifflig. In der fünfjährigen Bauzeit wurden etwa 5000 Bäume gefällt, an gewissen Stellen musste der instabile Untergrund zuerst fixiert werden.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)