Rutschiges Vergnügen 50 Prozent mehr Besucher dank spektakulärer Eispiste

Die Schaffhauser Sport- und Freizeitanlage KSS verzeichnet in diesem Winter viel mehr Gäste als sonst. Zu verdanken ist dies einer Attraktion; einer 350 Meter langen Eispiste, die quer durch den KSS-Park führte. Nun wird sie abgebaut. Die Verantwortlichen denken über eine Wiederholung nach.

Zwei Mädchen in Schussfahrt auf Schlittschuhen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Schussfahrt auf Schlittschuhen: Die 350 Meter lange Eispiste der KSS war in dieser Form einzigartig. KSS

Es war ein Geschenk zum 50-Jahr-Jubiläum, das die Schaffhauser Sport- und Freizeitanlage KSS dem Publikum machte: die 350 Meter lange Eispiste, die querfeldein durch den KSS Park führte. Und das Geschenk kam offenbar gut an: KSS-Geschäftsführer Ueli Jäger hatte im Vorfeld mit 10'000 zusätzlichen Besucherinnen und Besuchern gerechnet. Gezählt wurden nun zusätzliche 21'000 Gäste. 50 Prozent mehr als sonst in der gleichen Zeit.

«Es war ein Riesenerfolg», freut sich Jäger. «Vielleicht sieht so sogar die Zukunft des öffentlichen Eislaufens in der Schweiz aus», meint er mit Blick auf die spezielle Eispiste.

Wiederholung ist denkbar

Finanziell scheint die Rechnung nun ebenfalls aufzugehen. Die Kosten von einer halben Million Franken würden durch Sponsoren und dank der zusätzlichen Eintritte wettgemacht. Dennoch bleibt die Eispiste mit ihren Abfahrten, zumindest vorderhand, ein einmaliges Vergnügen. Der Aufwand sei zu gross, um die Piste jedes Jahr zu bauen. «Aber uns hat's auch Spass gemacht. Vielleicht ist ein olympischer Turnus möglich», so Jäger gegenüber dem Regionaljournal.

Jetzt wird abgebaut

Drei Monate lang konnten sich grosse und kleine Schlittschuhläufer auf der speziellen Eisbahn vergnügen. Etwas zu reden gaben die Unfälle. Doch die hielten sich gemäss Jäger mit vier gravierenden Verletzungen im Rahmen. Dies auch im Verhältnis zu den total rund 60'000 Schlittschuhläufern.

Nun wird die Eispiste bereits wieder abgebaut - just zum Beginn der Sportferien in Schaffhausen. Gemäss Jäger liess sich das aber nicht anders organisieren. Der Abbau benötige rund 30 Leute, die für diese Tage aufgeboten seien. Da könne man nicht einfach zuwarten.