6500 Unterschriften gegen McDonald's beim Schauspielhaus

Das Zürcher Schauspielhaus wehrt sich gegen den Einzug einer McDonald's-Filiale neben der Pfauenbühne. Und es erhält dabei tatkräftige Unterstützung: mehrere tausend Personen haben das Anliegen des Schauspielhauses unterschrieben. McDonald's zeigt sich davon allerdings wenig beeindruckt.

6500 Personen haben mit ihrer Unterschrift bekräftigt, dass sie mit dem Schauspielhaus Zürich gegen den Einzug einer McDonald's-Filiale kämpfen. Besucherinnen und Besucher des Theaters konnten sich seit Ende Dezember 2012 in Unterschriftenbögen eintragen. Unter den Unterzeichnenden seien auch 250 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Hohe Promenade, teilte das Schauspielhaus am Dienstag mit.

Das Schauspielhaus hat die Unterschriftensammlung nun beendet und möchte damit vor allem sein Anliegen untermauern.«Wir hoffen, dass diese Stimmen Gehör finden und für den Schnellimbiss ein geeigneterer Standort gefunden werden kann», schreibt das Schauspielhaus.

Kein Gehör bei McDonald's

Diese Hoffnung dürfte aber Wunschdenken bleiben. McDonald's zeigt sich von den Unterschriften nämlich wenig beeindruckt: «Es war uns klar, dass unsere neue Filiale nicht bei allen positiv ankommen wird. Wir hatten aber auch viele positive Rückemeldungen», sagt Mediensprecherin Aglaë Strachwitz. McDonald's warte nun den Entscheid der Stadt in Sachen Baubewilligung ab.

Denn das Stadtzürcher Hochbaudepartement hat noch nicht entschieden, ob McDonald's  die zweistöckige Filiale unmittelbar neben dem Schauspielhaus eröffnen darf. Dabei handle es sich aber um einen rein rechtlichen Entscheid, sagt das Hochbaudepartement. Unterschriften haben hier keinen Einfluss.

McDonald's und das Schauspielhaus betonen allerdings, dass man miteinander im Gespräch sei. Worüber - und wo Kompromisse möglich wären, darüber wollten - oder konnten die beiden Parteien keine Auskunft geben.