Abgeblasen: Zürich beendet Zusammenarbeit mit Hüpfburg-Hersteller

Blasio – die aufblasbaren farbigen Hüpfburgen gehören an jedes Quartierfest. Hergestellt werden sie von Arbeitslosen und Sozialhilfebezügern in der Stadt Zürich. Das ändert sich nun aber.

Bub springt ab Hüpfburg Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Künftig werden die «Gumpischlösser» nicht mehr von Sozialhilfebezügern hergestellt. Keystone

25 Jugendliche und Sozialhilfebezüger arbeiten heute im Blasio-Atelier in Zürich-Wollishofen, einem Arbeitsintegrationsprogramm der Stadt Zürich. Dass die Stadt nächsten Sommer mit der Hüpfburg-Produktion aufhöre, habe mehrere Gründe, erklärt Projektleiter Kaspar Hauser.

«Vor allem halten wir diese Arbeit nicht mehr für geeignet für die Arbeitsintegration», sagt Hauser. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sei es nämlich schwierig, nach der Beschäftigung bei Blasio einen Anschlussjob zu finden.

Für den Erfinder eine «Katastrophe»

Dem widerspricht der Erfinder der Blasio-Werkstatt. Im «Tages-Anzeiger» spricht Emilio Biasio von einer wahren «Katastrophe». Vor allem für junge Leute sei die Arbeit mit alten Kunststoffblachen eine ideale Gelegenheit gewesen, sich handwerklich zu betätigen.

Der grosse Teil an Arbeiten im Blasio-Atelier sind aber nicht die Hüpfburgen, sondern die Herstellung der Freitagtaschen. Diese Arbeit wird denn auch weitergeführt. Die wenigen Jugendlichen und Sozialhilfebezüger, die nicht mehr im Atelier arbeiten können, werden in anderen Arbeitsintegrationsprogrammen aufgenommen.