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Abschied Chantal Galladé (SP) «Ich hätte mir gewünscht, dass es anders vorwärts geht»

Legende: Audio Chantal Galladé würde sich heute gut überlegen, ob sie zur SP geht abspielen. Laufzeit 11:42 Minuten.
11:42 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 03.12.2018.

Seit 2003 sitzt die SP-Nationalrätin im Nationalrat. Die aktuelle Herbstsession ist ihre letzte, am Donnerstag, 6. Dezember, einen Tag nach der Bundesratswahl, räumt Chantal Galladé ihren Platz im Nationalratssaal. Die Arbeit geht der 46-jährigen Erziehungswissenschafterin nicht aus: Im Juni wurde sie zur Präsidentin der Winterthurer Kreisschulpflege Stadt-Töss gewählt.

Chantal Galladé

Chantal Galladé

SP-Nationalrätin

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Galladé (*1972) ist in Winterthur geboren und aufgewachsen und begann ihr politisches Engagement im dortigen Jugendparlament. 1997 wurde sie für die Sozialdemokratische Partei in den Zürcher Kantonsrat gewählt. Innerhalb der Partei gehört sie zum sozialliberalen Flügel. Seit 2003 sitzt Galladé im Nationalrat. Dort liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bei der Bildungs- und der Sicherheitspolitik.

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SRF: Chantal Galladé, Sie verbrachten mehr als Ihr halbes Leben in Parlamenten. Können Sie sich ein Leben ohne Parlament überhaupt vorstellen?

Chantal Galladé: Das ist für mich schon eine Umstellung. Ich habe mich gern engagiert, machte es immer mit viel Leidenschaft und Herzblut. Jetzt kommt etwas Neues, darauf freue ich mich. Aber es ist auch ein Abschied nehmen.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Chantal Galladé: Die Menschen, zu denen ich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe, auch überparteilich. Mit denen ich zusammengearbeitet und Lösungen erarbeitet habe. Aber auch das direkte Engagement werde ich vermissen und die internationalen Kontakte.

Was war Ihr grösster Erfolg?

Diese Frage macht mich immer verlegen, denn man kann nichts alleine als Erfolg verbuchen. Wo ich mich sehr engagiert habe: Zu Zeiten des Lehrstellenmangels brachte ich den Antrag ein, dass der Bund 200 Praktikumsstellen anbietet. Dieser kam dann auch durch.

Sie setzten sich auch für strengere Waffengesetze ein, waren damit aber nicht so erfolgreich. Schmerzt Sie das?

Ja, das tut weh. Und doch: Erfolg ist relativ. Vorher war es noch schlimmer, es gab noch weniger Auflagen. Die Armeewaffe konnte jedermann nach Hause nehmen, samt Munition. Insofern gab es schon Verschärfungen. Ich hätte mir auch gewünscht, dass es anders vorwärts geht. Nun haben meine Nachfolgerinnen und Nachfolger auch noch etwas zu tun.

Das Interview führte Hans-Peter Künzi. Sie finden es in voller Länge im Audiofile.

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