Abschied und Liebeserklärung im Zürcher Haus Konstruktiv

«Hot Spot Istanbul» heisst die neue Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv in Zürich. Und es geht darin nicht, wie der Titel vermuten lässt, um die brandaktuellen politischen Unruhen, sondern um abstrakte, konkrete und konzeptuelle Kunst aus der Türkei.

Es ist die erste umfangreiche Ausstellung in der Schweiz, die abstrakte, konkrete Kunst aus Istanbul zeigt. Und es ist die letzte Ausstellung die Dorothea Strauss für das Haus Konstruktiv eingerichtet hat. Acht Jahre lang war sie Direktorin im Zürcher Museum und sie hat es in dieser Zeit auch für ein breites Publikum geöffnet.

Im gleichen Stil weiterführen

«Es ist die längste Anstellung, die ich je hatte und das Haus Konstruktiv hat mich von Anfang an als Fragestellung begeistert», sagt Dorothea Strauss im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Ihre Nachfolgerin Sabine Schaschl plant, das Haus im gleichen Stil weiterzuführen.

Etwa 80 Werke von 21 Künstlerinnen und Künstlern hat Dorothea Strauss für ihre letzte Ausstellung unter dem Titel «Hot Spot Istanbul» ausgesucht. Die meisten Künstler haben sich bereits einen Ruf gemacht und werden von Galerien vertreten. Und viele von ihnen leben gleichzeitig in der Türkei und an anderen Orten der Welt. Die Werke zeigen eindrücklich, wie sich die türkische abstrakte Malerei seit den 1940er Jahren entwickelt hat, und wie sie sich auf die junge Künstlergeneration auswirkt.