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Digital statt an den Gemeindeschalter laufen
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.12.2019.
abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
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Adieu Aktenberg Im Kanton Zürich kann man das Baugesuch bald digital einreichen

Wer im Kanton Zürich ein Haus bauen will oder auf seinem Dach eine neue Solaranlage installiert, der braucht dafür Geld, Zeit – und stapelweise Papier. Doch Letzteres soll bald wegfallen. Ab Februar führen zehn Gemeinden das elektronische Baubewilligungsverfahren ein.

Das bringe verschiedene Vorteile, ist Christian Kaul überzeugt. Er ist in der kantonalen Baudirektion für die neue elektronische Plattform zuständig. Einerseits sind die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr an die Schalteröffnungszeiten der Gemeinde gebunden. Zudem sei der Prozess transparenter, so Kaul: «Der Bauherr kann jederzeit direkt mit der Gemeinde Kommunizieren Und er sieht laufend, wo sein Gesuch steht.»

Bald im ganzen Kanton?

Profitieren soll aber auch der Kanton selber. Pro Jahr gehen rund 14'500 Baugesuche bei der Verwaltung ein. Kommen diese elektronisch, sparen sich die Beamten Arbeit, so Christian Kaul: «Die vollständigen Dossiers laufen digital ins System, sodass man sofort mit der Arbeit beginnen kann.»

Die digitale Plattform hat den Kanton rund eine Million Franken gekostet. Sie wurde 2016 in sechs Gemeinden getestet und wird nun im Februar in zehn Gemeinden definitiv eingeführt. Darunter etwa Winterthur und Dübendorf, aber auch kleinere Gemeinden wie Richterswil oder Aeugst am Albis beteiligen sich. Bis Mitte Jahr sollen sich zwanzig weitere Gemeinden der Plattform anschliessen.

Gezwungen werde niemand, so Christian Kaul. Er hofft aber, dass die Gemeinden freiwillig mitmachen und dereinst im ganzen Kanton der Gang an den Schalter mit einem Stapel Papier unter den Armen entfällt.

Am Ende braucht es doch noch Papier

Einen Haken hat das Projekt zurzeit allerdings noch. Damit das Baugesuch rechtlich gültig ist, braucht es zum Abschluss nämlich doch noch eine Unterschrift – von Hand. Der Gesuchsteller muss also doch noch ein ausgedrucktes Papier einreichen.

Es laufen jedoch zurzeit Anpassungen am Gesetz, damit in ein paar Jahren auch diese Unterschrift digital gesetzt werden kann und das Baugesuch wirklich komplett papierlos übers Internet abgewickelt werden kann.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Meier  (Bruno Meier)
    Nichts wird sich ändern. Das Baugesuch muss noch von den genau gleichen Personen geprüft werden und das dauert und dauert ... und wahrscheinlich drucken die es erst mal aus ...
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  • Kommentar von Paula Studer  (Paula Studer)
    Endlich mal ein kleiner Lichtblick im Land der Papierkriege. Hoffentlich gilt das auch bald für die Stadt Zürich, denn dort gehen gewisse Dinge manchmal monatelang. Wenn man dann nur noch am Ende ein einziges Papier zuschicken müsste mit persönlicher Unterschrift, wäre das bestimmt für viele von uns eine enorme Erleichterung.
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