Kantonsrat Schaffhausen Amslers Bildungszentrum hat einen schweren Stand

Die geplante Umnutzung des ehemaligen kantonalen Pflegeheims stösst im Schaffhauser Parlament auf wenig Begeisterung. Kritik hagelte es bei der Eintretensdebatte von allen Seiten. Ein Knackpunkt sind die Kosten. Zudem wird in Frage gestellt, wie sinnvoll der Umzug für einzelne Stellen ist.

Luftaufnahme des ehemaligen kantonalen Pflegezentrums Schaffhausen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neben der Pädagogischen Hochschule soll auch die Erziehungsdirektion auf dem Geissberg untergebracht werden. zvg

Das frühere Pflegeheim des Kantons Schaffhausen steht seit Anfang Jahr leer. Geht es nach dem Willen der Regierung soll der Gebäudekomplex für über 16 Millionen Franken umgebaut werden. Er soll danach Platz bieten für die Pädagogische Hochschule und für die heute über die ganze Stadt verteilten Abteilungen des Erziehungsdepartements.

Der richtige Standort?

Im Rat gab es bei der Eintretensdebatte allerdings Rückweisungsdrohungen hüben wie drüben. Grund sind einerseits die Kosten. Es wurde aber auch angezweifelt, ob der Standort am Stadtrand auf dem Geissberg der richtige sei für einen Hochschul-Campus. Dies vor allem auch, weil mit dem Westflügel der Kammgarn ebenfalls leere Räumlichkeiten sogar in der Schaffhauser Innenstadt zur Verfügung stehen würden.

Gar keinen Sinn macht nach Ansicht der Mitte-Links-Parteien ein anderer Punkt: Mit dem Projekt will die Regierung nämlich auch wichtige Beratungsstellen von der Innenstadt an den Stadtrand verlegen: so das Berufsinformationszentrum und den Schul-Sozialdienst. Sollte die Regierung hier nicht noch einlenken, werde man die Vorlage ablehnen.

Regierungsrat Amsler hält an Plänen fest

Erziehungsdirektor Christian Amsler (FDP) machte aber klar, dass er am Zusammenzug aller Abteilungen auf dem Geissberg festhalten will. Jugendlichen sei der Weg dorthin durchaus zuzumuten.

Der Schaffhauser Kantonsrat hat nun Eintreten auf die Vorlage beschlossen. Die Regierung wird im Hinblick auf die Detailberatung aber noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.