Andres Türler als Störefried der neuen Minne zwischen SVP und FDP

Der Zürcher FDP Stadtrat Anders Türler kann sich nicht vorstellen, gemeinsam mit der SVP in den Wahlkampf zu ziehen. Nach diesem Schuss vor den Bug bemühen sich die Parteileitungen von SVP und FDP, die Wogen zu glätten.

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Bildlegende: FDP-Stadtrat Andres Türler distanziert sich von der SVP. zvg

Er sei von einzelnen Vertretern der SVP seit über fünfzehn Jahren immer wieder verunglimpft worden, sodass er gegenüber diesen Personen Vorbehalte habe, sagte Andres Türler in einem Interview mit dem «Tagesanzeiger». Er plädiert dafür, dass die FDP  allein in den Wahlkampf zieht. Damit widerspricht er dem erklärten Ziel der Leitung der beiden Parteien, die gemeinsam die rot-grüne Vorherrschaft im Stadtrat brechen wollen.

«  Mich interessiert das Gesamtwohl der bürgerlichen Parteien und da sind wir uns mit dem FDP-Präsidium einig. »

Roger Liebi
Präsident der SVP der Stadt Zürich

SVP-Präsident Roger Liebi zeigt von den Äusserungen des freisinnigen Stadtrates nicht überrascht. «Doch das ändert am Kurs nichts», sagt Liebi gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen». Wichtig sei für ihn nur, was mit der Leitung der FDP besprochen worden sei.

Auch FDP-Präsident Michael Baumer ist bemüht, kein Öl ins Feuer zu giessen. Er könne zwar nachvollziehen, was Türler sagt. Wichtig sei aber, dass man jetzt vorwärts schaue. Am Ziel einer bürgerlichen Mehrheit im Zürcher Stadtrat hält er fest.