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Massnahmen gegen Fluglärm in der Nacht: Entschieden ist noch nichts
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 14.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
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Angepasstes Betriebsreglement Argumente des Flughafens Zürich stossen auf taube Ohren

  • 42 Stellungnahmen sind beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) zum künftigen Flugbetrieb am Flughafen eingegangen – allesamt kritische.
  • Die Gemeinden und Fluglärmorganisationen zweifeln die Zahlen eines Gutachtens an, die der Flughafen zur Auswirkung einer Verschiebung der Flugzeiten in der Nacht vorgelegt hat.
  • Das Bazl hat das Gutachten im Rahmen des Verfahrens für das Betriebsreglement 2017 vom Flughafen eingefordert, weil der Flughafen nach 23 Uhr mehr Lärm macht als genehmigt.

Mit dem Betriebsreglement 2017 will der Flughafen die Flugrouten entflechten und bei Bise neu geradeaus nach Süden starten dürfen. Er verspricht sich davon einen stabileren Flugbetrieb, weniger Verspätungen und damit auch weniger Fluglärm nach 23 Uhr.

Umstrittenes Gutachten

Das Bazl wollte vom Flughafen zudem wissen, was es bringen würde, wenn nach 22:30 Uhr in der Nacht keine Flüge mehr geplant würden. Das Gutachten des Flughafens kommt zum Schluss, dass damit der Fluglärm in der Nacht zwar reduziert werden könne, der Preis dafür sei aber hoch.

Das Gutachten warnt vor dem Verlust wichtiger Direktverbindungen in die Welt. Die Funktionsfähigkeit des Flughafens Zürich als Hub würde stark leiden. Es drohe ein volkswirtschaftlicher Schaden von 1,6 Milliarden Franken und der Verlust von bis zu 8000 Arbeitsplätzen.

Diese Zahlen zweifeln die Gemeinden und Fluglärmorganisationen in ihren Stellungnahmen an, wie Christian Schubert, Sprecher des Bazl, auf Anfrage des «Regionaljournals» erklärt. Er signalisiert Verständnis für die Argumente des Flughafens, der um seine Zukunft als Hub fürchtet.

Bis Ende November können auch noch die Kantone zum Betriebsreglement 2017 und zur Verschiebung der Flugzeiten Stellung nehmen. Über den Antrag des Flughafens werde das Bazl, so Sprecher Christian Schubert weiter, wohl erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres entscheiden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Hufschmid  (Willy Hufschmid)
    Das kann man nur mit Bussen regeln. Mit 500. Fr. beginnen und und dann jedes weitere Mal verdoppeln bis zu einem maximum von 16000. Ende Jahr beginnt es bei 0.
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  • Kommentar von Felix Bosshardt  (fbosshardt)
    Hier war kürzlich zu lesen, dass Gebühren ab 23Uhr massiv steigen würden. An den Verspätungen wird sich aber nichts ändern, die Gründe hatte SWISS klar dargelegt. Also wird sich auch bei Flugbetrieb bis 22.30Uhr nichts am Lärm verändern, sondern einfach nur noch mehr Gebühren in die Kasse des Kantons spülen. Warum nicht ein technisches Verbot für Lärmflieger ab 22 Uhr? Dann sind auch die "leisen" Verspätungen besser zu ertragen.
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Und schon verhallen die Worte Klimakrise oder Flugscham wieder, es wird wieder mit Arbeitsplätzen und Millionen hantiert. Alles halb so schlimm. Was unter dem Strich bleibt, ist ein gleich grosser Flughafen und gleichzeitig gesteigerte Bundeseinnahmen aus CO2-Abgaben. Applaus. Ein Narr, der je etwas anderes erwartete...
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