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Schock und Empörung nach Angriff auf schwules Paar
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 03.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:40 Minuten.
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Angriff auf Schwule in Zürich «Lieber kein Händchen halten als angegriffen werden»

Im Niederdorf wurde an Silvester ein schwules Paar attackiert. Pink Cross-Präsident Roman Heggli ist entsetzt und will mehr Polizei.

Die ganze Nacht lang tanzen und feiern: Dies hatten zwei junge Zürcher für Silvester geplant. Doch stattdessen wurden die beiden angegriffen und verprügelt. Weil sie schwul sind, haben die beiden 19- und 24-jährigen Männer die Nacht im Spital verbracht. Vier Typen seien in der Nähe des Schwulenclubs «Heaven» auf sie losgegangen, berichtet das Paar in der Zeitung «20 Minuten».

Mehr Polizei im Niederdorf?

Als Roman Heggli, Geschäftsleiter des Schwulenverbandes Pink Cross, von dem Vorfall hörte, konnte er es kaum glauben. Auch ihn beschleiche inzwischen manchmal ein ungutes Gefühl, wenn er mit seinem Freund Hand in Hand durch Zürich gehe.

«Am Abend lasse ich die Hand meines Freundes lieber mal los, weil ich nicht angegriffen werden will», so Heggli. Er fordert nun mehr Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten. Denn die Vorfälle in Zürich passierten laut Heggli immer an ähnlichen Orten.

Ich bin empört und entsetzt.
Autor: Corine MauchZürcher Stadtpräsidentin

Auch die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch ist über den Vorfall schockiert. Die Politikerin ist selbst lesbisch. Dass es schon wieder zu einem homophob motivierten Angriff gekommen ist, sei nicht zu tolerieren, sagt Mauch.

Die Stadt Zürich müsse nun mit der Polizei und der Sicherheitsdirektion zusammensitzen und prüfen, was zu tun sei. Ganz wichtig sei aber auch, so Mauch, dass sich strafrechtlich etwas ändere.

Wegweisende Abstimmung im Februar

Das Schweizer Stimmvolk fällt anfangs Februar einen wegweisenden Entscheid. Es geht um eine Änderung des Anti-Rassismus-Gesetzes. Nebst Rasse, Religion und Ethnie soll künftig auch die sexuelle Orientierung durch das Strafgesetzbuch vor Hetze und Hass geschützt werden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Moser  ("Die Welt ist zum Verändern, nicht zum Ertragen da.")
    Mehr Polizei für die liberale Gesellschaft?
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  • Kommentar von Roland Graber  (RolandGraber)
    Für diese Delikte eine verschärfte strafrechtliche Grundlage zu schaffen scheint unabdingbar zu sein. Aber abhalten wird das die Wenigsten. Wie kommt es, dass unsere Gesellschaft immer mehr Menschen hervorbringt, die offenbar nichts mehr zu verlieren haben? Warum greift keiner ein, wenn in der Öffentlichkeit beiläufig rassistisches Gedankengut verbreitet wird? Unzufriedenheit, Ohnmacht und Aussichtslosigkeit sind der Nährboden der rassistischen Saat. Gleichgültigkeit und Egoismus der Dünger.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Ob hetero oder lesbisch, es ist seit jeher bei Frauen nicht ungewöhnlich, dass sie beim Gehen einhaken oder Händchen halten, sich umarmen oder küssen, wenn auch Heteros nicht gerade auf den Mund. Bei Männern war das bis anhin anders. An diesen Anblick muss sich offenbar die Gesellschaft erst noch gewöhnen, dabei: was gibt es denn Schöneres, als wenn zwei erwachsene Menschen sich lieben. Ist doch egal wer wen!
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Wie lange braucht das Schweizer Volk noch bis es sich gewöhnt hat? Seit nun über 50 Jahren dauert diese Gewöhnung schon. Scheinbar erfolglos. Und die rechtskonservative Politik tut alles, damit es keine Gewöhnung gibt.Darum darf es im Februar nur ein unbedingtes JA zur Ausweitung des Antirassismus Gesetzes geben. Immerhin wurden ja rechtschaffene Bürger nieder geschlagen.
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Die Abneigung kommt nicht nur von rechts! Und wie lange dauerte es, bis Frauen in unseren Breitengraden nur annähernd gleichgestellt wurden u.noch immer darum kämpfen müssen? X Generationen!! Noch heute wird auch hierzulande in manchen Familien alles andere als Gleichstellung gelebt, in vielen Ländern noch erschreckend archaisch, da haben Homosexuelle gar um ihr Leben zu fürchten. Dabei ist Homosexualität völlig natürlich, normal, kommt vom Insekt bis zum Elefanten wohl bei allen Tierarten vor.
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