Auf der Pirsch nach jungen Sporttalenten

Seit 10 Jahren schon läuft in der Stadt Zürich das Förderprogramm «Talent Eye» für junge Talente. Die Macher feiern und ziehen eine positive Jubiläumsbilanz.

Sonja Bechter, eine der Leiterinnen des Zürcher «Talent Eye»-Programms, im Schulhaus Birch in Oerlikon. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Von Beginn weg dabei: Sonja Bechter, eine der Leiterinnen des Zürcher «Talent Eye»-Programms. SRF

In einem ersten Schritt werden die jungen Sporttalente erspäht, ohne dass sie etwas davon merken: Unter der Federführung der ETH Zürich werden jedes Jahr die motorischen Fähigkeiten aller rund 3000 Erstklässlerinnen und Erstklässer der Stadt getestet.

Die besten Resultate flattern auf den Tisch des städtischen Sportamtes. 72 Schülerinnen und Schüler dürfen dann vorerst zwei Jahre lang in ein spezielles polysportives Training im Zürcher Schulhaus Birch, jeweils am Mittwochnachmittag und am Samstagmorgen. Je nach Fähigkeiten, Lust und Laune wird dieses dann weitergeführt und -gefördert. Die Allerbesten kommen unter die Fittiche des Schweizerischen Olympischen Verbandes, der das Talentförderungs-Programm auch initiiert hat.

Mehr als jeder und jede Zehnte kommt weiter

Aus der Stadt Zürich hätten rund 13 Prozent der jungen «Talent Eye»-Teilnehmer ein Ticket für Swiss Olympic erhalten, resümiert Sonja Bechter, die seit 10 Jahren das Förderprogramm leitet: «Damit sind wir sehr zufrieden», sagt sie am Rand der 10-Jahres-Jubiläumsfeier im Schulhaus Birch gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

In den Profisport wechseln am Ende dann aber doch nur die wenigsten: Aktuelle Beispiele aus Zürich sind etwa die Spitzenschwimmerin Lisa Mamié oder die Volleyballerin Sarah Elena Strübin. Beliebteste Sportart unter den jungen Talenten ist - wie vor 10 Jahren schon - der Fussball. «Talent Eye»-Programme gibt es in der ganzen Schweiz, unter anderem auch in Winterthur und Schaffhausen. Die Städte Zürich und Basel waren die Vorreiter.