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«Eine Bewohnerin hat sich mit Schokolade bedankt»: Unterwegs im Altersheim mit einem Schaffhauser Zivilschützer.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 04.05.2020.
abspielen. Laufzeit 04:54 Minuten.
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Aus Übung wurde Ernst Wie ein Zivilschützer in einem Schaffhauser Altersheim aushilft

Eigentlich sässe Andreas Matzinger an diesem Montag vor einem Stapel Steuererklärungen. Doch statt im Büro am Schreibtisch arbeitet der junge Mann mit Mundschutz und Handschuhen im Alterszentrum La Residence in Herblingen am Stadtrand von Schaffhausen.

Seit vergangenem Donnerstag desinfiziert er in der orange-beigen Uniform der Zivilschützer den Besucherbereich des Alterszentrums. «Es war schon eine grosse Umstellung», so Andreas Matzinger. Aber eine, die ihm gefällt.

Ein junger Mann mit Mundschutz in der orangen Zivilschutzuniform putzt einen Tisch in einem kleinen Raum.
Legende: Andreas Matzinger (links) reinigt den Tisch im Besucherraum, unter den Augen des Einsatzleiters Daniel Schmid. SRF

Anfänglich war der 21-Jährige wenig begeistert vom Aufgebot des Zivilschutzes. Doch nach seiner Ankunft im Alterszentrum habe sich seine Meinung geändert: «Seit ich gemerkt habe, wie sehr die Arbeit von uns Zivilschützern geschätzt wird, gefällt mir die Tätigkeit sehr.» Ausserdem sei es dringend nötig, das Pflegepersonal zu entlasten, das schon ohne die zusätzlichen Hände am Anschlag laufe.

Böse Anrufe von Arbeitgebern

Matzinger ist einer von rund 160 Zivilschützern, die im Kanton Schaffhausen aufgeboten worden sind. Der ganze Corona-Einsatz steht unter der Leitung von Daniel Schmid. Was zurzeit auch zu dieser Aufgabe gehöre: aufgebrachte Arbeitgeber beschwichtigen.

Es gäbe ab und zu böse Telefonate von Firmen, weil der Zivilschutz Angestellte aufbiete: «Das kommt vor. Aber das Bundesgesetz ist klar: Die Leute müssen einrücken.» Die Arbeitgeber sähen meistens auch ein, dass die aktuelle Lage das Aufgebot des Zivilschutzes verlange, so Schmid.

Ab Donnerstag wieder ab ins Büro

Wie lange der Schaffhauser Zivilschutz noch in Alterszentren aushilft, Zugangskontrollen in Spitälern macht oder Fahrdienste tätigt, kann Schmid noch nicht sagen.

Für Andreas Matzinger jedoch ist die Zeit in der Uniform absehbar. Ab Mittwochabend wechselt er den Mundschutz und den Desinfektionsspray wieder aus gegen Steuerformulare und Computer; sein Einsatz endet Mitte Woche. Er nimmt schöne Erinnerungen mit in seinen angestammten Beruf: «Gestern hat mir eine ältere Dame Schokolade geschenkt für meinen Einsatz hier – ein schönes Gefühl, diese Dankbarkeit zu spüren.»

SRF1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen; 17:30 Uhr;

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